Dax erklimmt erneut Rekord vor Griechenland-Runde

Die vorläufige Einigung im griechischen Schuldendrama sorgt für gute Stimmung am deutschen Aktienmarkt.

Der Dax setzte am frühen Montagmorgen seine Rekordjagd fort und erreichte einen neuen Höchststand bei 11 158,55 Punkten; zuletzt stand er mit plus 0,70 Prozent auf 11 127,61 Zählern unweit darunter. Erst vor dem Wochenende hatte der deutsche Leitindex im Handelsverlauf ein neues Rekordhoch erreicht.

Auch der MDax der mittelgroßen Werte setzte seine Rekordmarke höher und verbuchte zuletzt ein Plus von 0,43 Prozent auf 19 742,47 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,90 Prozent auf 1565,15 Punkte. Aufwärts ging es ebenfalls in Europa: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,80 Prozent auf 3518,49 Zähler.

Allerdings gibt es im Griechenland-Drama noch einige Unwägbarkeiten. So muss die griechische Regierung beweisen, wie ernst sie es mit der Einigung meint. «Alles was wir haben ist eine Vereinbarung, nun in zweifellos komplexe und schmerzhafte Verhandlungen einzusteigen», kommentierte IG-Marktstratege Chris Weston.

Am Montag will Athen den internationalen Geldgebern eine Liste mit ersten Reformvorschlägen vorlegen. Diese wird von der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) geprüft. Am Dienstag wollen die Euro-Finanzminister dann beraten, ob das aktuelle Hilfsprogramm für Griechenland verlängert wird.

Auch die Krise in der Ukraine hält die Märkte weiter in Atem. Dort ließ zuletzt die Einigung auf einen schnellen Abzug schwerer Waffen zumindest vorsichtige Hoffnung auf eine Entspannung in der Ostukraine aufkeimen.

Auf Unternehmensseite stachen am Morgen die Papiere der Aareal Bank hervor. Die geplante Übernahme der Westdeutschen Immobilienbank beflügelte die Aktien des Immobilienfinanzierers und schob sie mit einem Plus von 3,29 Prozent auf 37,72 Euro auf den höchsten Stand seit Juli 2007.

Positiv reagierten die Anleger auch auf die bereits vor dem Wochenende präsentierte Zahlen von Xing, obwohl dem Karriere-Netzwerk eine massive Wertberichtigung die Bilanz verhagelt hatte. Operativ verbesserten sich die Hamburger aber deutlich. Die Anteilsscheine kletterten in der Folge um rund 3 Prozent.

Nach der Ankündigung eines Prüfverfahrens durch das Kartellamt brachen die Aktien von CTS Eventim um mehr als 8 Prozent ein. Überprüft werden die Geschäftspraktiken des Ticket-Vermarkters daraufhin, ob er seine Marktmacht missbraucht.