Dax erklimmt Rekordhoch

Der Dax hat am Montag ein Rekordhoch erklommen. Bei 8626,11 Punkten stand er so hoch wie noch nie in seiner Geschichte. Die zurückgezogene Kandidatur von Larry Summers für den Posten als Chef der US-Notenbank Fed habe dem Dax den entscheidenden Schub gegeben, sagte Daniel Saurenz von Feingold Research.

Der Kampf um die Spitzenposition bei der US-Notenbank sei damit neu eröffnet. Die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Politik des billigen Geldes habe den Dax auf ein Rekordhoch getrieben.

Seinen bisher höchsten Stand hatte der Dax am 22. Mai bei 8557,86 Punkten erreicht. Am Montagmittag stand der deutsche Leitindex 1,10 Prozent höher bei 8603 Punkten. Der MDax rückte um 1,12 Prozent auf 15 007 Punkte vor. Er hatte zuvor bei 15 017,22 Punkten ebenfalls eine weitere Bestmarke erreicht. Für den TecDax ging es um 0,83 Prozent auf 1072 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,88 Prozent auf 2892 Punkte zu.

Erneute Spekulationen über die Entwicklung des Kalidüngermarktes trieben die Aktien von K+S um 2,35 Prozent hoch. Als Grund sahen Händler eine Meldung, die den Markt kurz vor dem Wochenende erreicht und die Titel bereits am Freitag an die Dax-Spitze geschoben hatte. Demnach wolle der russische Unternehmer Wladimir Kogan - ein Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin - die Kontrolle über den Kalidünger-Produzenten Uralkali erlangen.

Die Lufthansa-Titel legten trotz des sich abzeichnenden Wechsels an der Konzernspitze um 0,93 Prozent zu. Die Vorzugsaktien von Volkswagen reagierten mit plus 0,63 Prozent auf einen möglichen Beteiligungsausbau in China. Die Aktien von ThyssenKrupp hingegen verloren 0,44 Prozent. Der Industrie- und Stahlkonzern sieht sich beim geplanten Verkauf seiner Stahlwerke in Übersee offensichtlich zu einer Notlösung gezwungen. Im RWE-Kursrutsch von 0,86 Prozent ans Dax-Ende sahen Experten vor allem einen Rücksetzer nach dem vorangegangenen Höhenflug.