Dax fällt deutlich unter 10 000 Punkte

Die zunehmende Risikoscheu der Anleger hat den Dax deutlich unter 10 000 Punkte gedrückt. Am Vormittag büßte der deutsche Leitindex 1,73 Prozent auf 9913,84 Punkte ein.

Dax fällt deutlich unter 10 000 Punkte
Fredrik Von Erichsen Dax fällt deutlich unter 10 000 Punkte

Damit knüpfte er an seine zuletzt schwache Entwicklung an und notierte erstmals seit zweieinhalb Wochen wieder unter der viel beachteten Marke. Die Gewinne vom Wochenauftakt sind dahin: Auf Wochensicht steht der Dax knapp 2 Prozent im Minus.

Vor wichtigen Entscheidungen verkauften die Anleger Aktien, um die Risiken in ihren Depots zu reduzieren, sagte Portfoliomanager Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel. Er verwies auf die bevorstehende Sitzung der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche und die Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der EU.

Die Unsicherheit der Investoren bekamen auch die anderen Indizes zu spüren: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen fiel am Freitagvormittag um 1,42 Prozent auf 20 378,92 Punkte zurück und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 1,30 Prozent auf 1657,57 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,46 Prozent auf 2945,53 Punkte nach unten.

Wie die meisten Beobachter geht auch die BayernLB davon aus, dass die Fed die Zinsen zunächst nicht anheben wird. Einer Fortsetzung der im Dezember eingeleiteten US-Zinswende im September sollte der BayernLB zufolge aber nichts entgegenstehen.

Von den Börsen in Übersee kam am Freitag keine Unterstützung für den deutschen Aktienmarkt: Die Wall Street hatte trotz der Erholung im Späthandel mit Verlusten geschlossen. Dazu ging der japanische Leitindex Nikkei 225 erneut schwächer aus dem Handel. Die chinesischen Festlands-Börsen blieben wegen eines Feiertags weiter geschlossen.

Im Dax gab es vor dem Wochenende zunächst nur Verlierer. Am Indexende sackten die Aktien der Lufthansa nach weiteren Negativ-Schlagzeilen um weitere 4,21 Prozent ab. Schon am Donnerstag hatte die Fluggesellschaft mit sehr schwachen Verkehrszahlen für den Mai enttäuscht. Nun folgte die Nachricht vom bevorstehenden Abschied von Finanzchefin Simone Menne.