Dax fährt Zickzack

Es bleibt unklar, wohin die Börse steuert. Nach guten Tagen folgt meist schnell ein Rückschlag. Am Freitag pendelte der Dax vom Plus ins Minus und zurück. Beim Versorger RWE ging es jedoch erneut klar abwärts.

Am deutschen Aktienmarkt müssen die Anleger weiter ohne einen klaren Trend auskommen. Der Dax knüpfte nahtlos an den wechselhaften Vortag an. Nach einem freundlichen Auftakt sank er kurz ins Minus, um zuletzt 0,15 Prozent höher bei 9262,56 Punkten zu stehen.

Bereits am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex einen Zickzack-Kurs gefahren. Letztlich sicherte er einen moderaten Zuwachs über die Ziellinie.

Die Vorgaben aus Übersee lieferten zum Wochenschluss wenig Orientierung. Auch aktuelle Wachstumsdaten aus der Eurozone machen eine Richtungsentscheidung schwer. So ist Deutschland im Sommer nur knapp an einer neuen Rezession vorbeigeschrammt. Dagegen ist Frankreichs Wirtschaft überraschend gut in Schwung gekommen.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verbesserte sich um 0,44 Prozent auf 16 293,86 Punkte und der TecDax der Technologietitel legte um 0,34 Prozent auf 1276,02 Punkte zu.

Aktien des Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA sprangen zeitweise auf ein neues Rekordhoch, konnten dies jedoch nach den starken Gewinnen vom Vortag mit guten Geschäftszahlen nicht lange halten. An der Dax-Spitze lagen zuletzt Papiere der Deutschen Telekom, die mit plus 1 Prozent auf den höchsten Stand seit Sommer kletterten.

Die Aktien des Energiekonzerns RWE sackten derweil um weitere 3,5 Prozent ab. Die «Rheinische Post» spekuliert, dass der Versorger die Dividende mittelfristig senken könnte. In drei Tagen ging es nun insgesamt um fast 9 Prozent abwärts, nachdem zuletzt bereits schwache Geschäftszahlen und Sorgen um den wackelnden Verkauf der Öl- und Gasfördertochter Dea belastet hatten.

Airbus-Aktien zogen mit plus 3 Prozent kräftig an. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern hat trotz rückläufiger Flugzeug-Auslieferungen im Sommer deutlich zugelegt.

Im TecDax sind Drillisch-Aktien mit 2 Prozent Zuwachs Spitzenreiter. Der Mobilfunkanbieter peilt nach Zuwächsen im dritten Quartal beim operativen Ergebnis (Ebitda) das obere Ende der ursprünglichen Prognose an. 2015 will Drillisch das Ebitda weiter steigern. Die Dividende soll in beiden Jahren mindestens stabil bleiben. Zudem will Drillisch die Yourfone GmbH von Telefonica Deutschland samt 235 000 Kunden übernehmen.