Dax fällt nach Aussagen zur US-Geldpolitik unter 8000 Punkte

Negativ interpretierte Aussagen der US-Notenbank Fed sowie Sorgen um die chinesische Konjunktur haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag deutlich ins Minus gedrückt.

Gegen Mittag fiel der Dax auf den tiefsten Stand seit Anfang Mai. Zuletzt ging es für den deutschen Leitindex um 2,66 Prozent auf 7979 Punkte nach unten. Der MDax büßte 2,42 Prozent auf 13 778 Punkte ein und der TecDax fiel um 1,92 Prozent auf 940 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stand 2,52 Prozent tiefer bei 2616 Punkten.

Am Mittwochabend hatte sich Fed-Chef Ben Bernanke erstmals konkret zum Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik geäußert. Mitte 2014 könnte der Geldhahn komplett zugedreht werden.

Zudem belasteten überraschend schwache Konjunkturdaten aus China die Stimmung am Markt. Dort war der HSBC-Einkaufsmanagerindex im Mai stärker als erwartet gefallen, was ein möglicherweise schwächeres Wirtschaftswachstum in den kommenden Monaten signalisiert. Hinzu kommen einem Händler zufolge Sorgen um eine Kreditklemme in dem Land.

Im Dax hielten sich die als defensiv geltenden Aktien des Medizinkonzerns Fresenius mit minus 0,26 Prozent und dessen Tochter FMC mit plus 0,32 Prozent noch am besten. Siemens-Papiere büßten nach einem positiven Analystenkommentar lediglich 0,41 Prozent ein. Größere Verluste gab es bei zyklischen Autowerten. Die Vorzugsaktien von Volkswagen sowie die Papiere von BMW sackten um jeweils rund vier Prozent ab.