Dax gewinnt vor US-Arbeitsmarktbericht

Der Dax hat vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht am Freitag Gewinne eingefahren. Der deutsche Leitindex stieg bis zum Mittag um 0,47 Prozent auf 9127,86 Punkte.

Nach den Verlusten an den Vortagen erholte er sich damit zunächst ein wenig - auf Wochensicht steht nach mehreren Verlusttagen aber noch immer ein Minus von knapp drei Prozent zu Buche. Der MDax stieg am Freitag um 0,27 Prozent auf 15 908,11 Punkte, der TecDax legte um 0,29 Prozent auf 1121,35 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zog um 0,23 Prozent an.

Nach seinem rasanten Anstieg seit Anfang September auf stets neue Rekorde hatte der deutsche Leitindex in den vergangenen Tagen einen kleinen Korrekturkurs eingeschlagen. Ein Grund dafür waren neuerliche Sorgen über eine mögliche Drosselung der Billiggeldpolitik der US-Notenbank Fed wegen starker Konjunkturdaten. Die Fed macht ihre Geldpolitik insbesondere von der Arbeitsmarktentwicklung abhängig.

Der anstehende offizielle Arbeitsmarktbericht dominiere somit die Stimmung an den Märkten, kommentierte Händlerin Anita Paluch von der Varengold Bank. Anleger fürchteten einen frühen Entzug der stützenden Liquidität aus den milliardenschweren Anleihekäufen der Fed. Mit einem stark ausfallenden Bericht müssten sie daher erneut mit Kursverlusten rechnen, sagte Investmentanalyst Clemens Bundschuh von der Landesbank Baden-Württemberg.

Lufthansa-Papiere traten nach anfänglichen Verlusten mittags auf der Stelle. Die Fluggesellschaft hatte wegen des Orkans «Xaver» am Freitag zunächst mehr als 60 Flüge in Norddeutschland und Skandinavien gestrichen. Metro-Aktien gewannen in der MDax-Spitzengruppe 2,13 Prozent. Zwar beurteilten Händler es negativ, dass auch bei der Media-Saturn-Tochter des Handelsriesen Ermittler im Rahmen einer europaweiten Razzia Geschäftsräume durchsucht hatten. Die Behörden gingen damit dem Verdacht unerlaubter Absprachen zur Behinderung des Online-Verkaufs nach. Auf der anderen Seite wirkte dem aber ein positiver Kommentar von den Analysten der Deutschen Bank entgegen.

Titel von Constantin Medien sprangen nach einem umfangreichen Deal mit Sky Deutschland um 16,50 Prozent nach oben. Der Bezahlsender steigt beim TV-Sender Sport1 ein und übernimmt gut ein Viertel der Anteile der Tochter des Medien- und Filmkonzerns. Zugleich kauft Sky die Produktionsfirma Plazamedia - insgesamt lässt sich der Sender das Geschäft 57,5 Millionen Euro kosten. Aktien des Baukonzerns Hochtief rutschten am MDax-Ende nach negativen Analystenkommentaren um 4,77 Prozent ab.