Dax gibt bei wahrer Zahlenflut weiter nach

Nach einem freundlichen Start ist der Dax schnell wieder ins Minus gerutscht. Der deutlich erholte Eurokurs drückt einem Händler zufolge auf die Stimmung.

Dax gibt bei wahrer Zahlenflut weiter nach
Fredrik Von Erichsen Dax gibt bei wahrer Zahlenflut weiter nach

Er dämpft die Gewinnaussichten im Export. Der deutsche Leitindex fiel am Morgen um 0,32 Prozent auf 10 810,97 Punkte. Im Fokus steht vor allem die Flut an Quartalsbilanzen.

Der MDax der mittelgroßen Werte verlor 0,66 Prozent auf 21 047,90 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax behauptete sich dagegen mit 0,44 Prozent im Plus bei 1804,74 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,33 Prozent.

Die belastenden Aussagen von Fed Chefin Janet Yellen aus den USA vom Vorabend wirkten noch nach, sagte Analyst Markus Huber vom Londoner Investmenthaus Peregrine & Black. Nicht ganz unerwartet sei sie weiterhin bereit, im Dezember die Zinsen anzuheben, nachdem sich die Lage in China und allgemein an den Finanzmärkten stabilisiert habe. Vor den US-Arbeitslosenzahlen am Freitag seien die Anleger daher vorsichtig.

Top-Wert im Dax waren Adidas-Aktien mit einem Plus 4,53 Prozent. Europas größter Sportartikelhersteller erhöhte seine Prognosen dank der gut verlaufenden Geschäfte in China, Westeuropa und auch Nordamerika. Die Papiere von Heidelbergcement kletterten um 1,38 Prozent nach oben - ebenfalls nach Geschäftszahlen. Die Ergebnisse des Baustoffkonzerns trafen die Erwartungen, die Ziele wurden bestätigt.

Ans Indexende rutschten dagegen T-Aktien mit minus 2,50 Prozent. Insgesamt enthält der Quartalsbericht der Telekom einem Händler zufolge zwar keine Ausreißer. Allerdings gebe es Gewinnmitnahmen. Die Aktien hatten zuletzt nach einer starken Erholung bereits an Dynamik verloren.

Negativ reagierten auch die Aktien der Munich Re mit minus 1,69 Prozent auf ein deutlich enttäuschendes Abschneiden des weltgrößten Rückversicherers im dritten Quartal.

Brenntag-Papiere brachen nach einer Prognosesenkung um fast 10 Prozent ein. Der Chemikalienhändler wird wegen einer abkühlenden Wirtschaft weltweit vorsichtiger für das Gesamtjahr und kappt sein Gewinnziel.