Dax gibt im nervösen Handel etwas nach

Fest im Griff der Ölpreise und des chinesischen Aktienmarktes ist der Dax zunächst nervös um das Vortagesniveau gependelt. Die weitgehend wie erwartet ausgefallenen Daten der GfK zur Verbraucherstimmung in Deutschland lieferten hingegen kaum Impulse.

Nach der ersten Handelsstunde stand der Leitindex 0,25 Prozent tiefer bei 9798,29 Punkten. Das Börsenbarometer schwankt zurzeit heftig, nachdem der Jahresstart verpatzt worden war. Hintergrund ist die sehr starke Abhängigkeit von der Ölpreisentwicklung.

Die Ölpreise werden als Indikator für die Weltwirtschaftslage gesehen. Aktuell pendeln sie um die Marke von 31 US-Dollar. An Chinas Festlandbörsen zeugen derweil heftige Schwankungen von der hohen Unsicherheit angesichts der Abschwächung des Wirtschaftswachstums. Der CSI-300-Index, der die Entwicklung der 300 größten Aktienwerte der Börsen in Shanghai und Shenzhen abbildet, brach zunächst weiter ein, fing sich dann aber.

Der MDax gab zuletzt um 0,07 Prozent auf 19 355,64 Punkte nach. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,32 Prozent auf 1693,34 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank zugleich um 0,62 Prozent auf 3014,15 Punkte.

Bevor an diesem Abend die Sitzung der US-Notenbank (Fed) samt der anstehenden Zinsentscheidung in den Blick rückt, stehen am deutschen Markt vor allem einzelne Unternehmen mit ihren Geschäftsberichten im Vordergrund.

Im Dax sanken die Papiere von BASF nach überraschend vorgelegten Vorabzahlen für 2015 um 2,82 Prozent. Die deutlich gefallenen Öl- und Gaspreise ließen beim Chemiekonzern die Gewinne einbrechen.

Im TecDax sprangen die Anteilsscheine des schwer gebeutelten Solartechnik-Herstellers SMA Solar mit knapp 10 Prozent Plus an die Index-Spitze. Sie profitierten von der 2015 endlich geschafften Wende in der Geschäftsentwicklung, nachdem eine gute Nachfrage nach Geräten für Großkraftwerke für einen Umsatzschub gesorgt hatte.