Dax gibt nach - Anleger von unklaren Fed-Aussagen enttäuscht

Nach den wenig eindeutigen Aussagen der US-Notenbank zur Geldpolitik hat der Dax am Donnerstag etwas nachgegeben.

Der deutsche Leitindex stand am Mittag mit 0,20 Prozent im Minus bei 8992 Punkten und damit rund achtzig Punkte unter seinem Rekordhoch vom Vortag. Auch der TecDax rutschte um 0,42 Prozent auf 1123 Punkte ab. Angeschoben von deutlichen Kursgewinnen bei Gea schaffte der MDax indes den Richtungswechsel und legte zuletzt um 0,18 Prozent auf 15 968 Zähler zu. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone Punkte stieg um 0,21 Prozent auf 3046 Punkte.

Erst am Vortag hatte der Dax in der Hoffnung auf eine anhaltende Geldschwemme aus den USA bei 9070 Punkten einen neuen Höchststand markiert. Tatsächlich bleiben die Geldschleusen der US-Notenbank vorerst weiter geöffnet, und die US-Notenbank macht wie von den meisten Beobachtern erwartet zunächst keine Abstriche an ihren milliardenschweren Anleihekäufen. «Was wir jetzt an den Märkten erleben, ist das klassische 'Buy the rumors, sell the facts'», sagte Marktanalyst Jens Klatt von DailyFX. Nun würden erst einmal Gewinne mitgenommen. Börsianer hatten an der Erklärung der Fed aber kritisiert, dass sie die Finanzmärkte im Unklaren über einen möglichen Richtungswechsel gelassen habe.

Unterdessen geht in Deutschland die Berichtssaison mit vollem Schwung weiter. Im Dax knickten nach Zahlen die am Morgen noch festen Bayer-Aktien bis zum Mittag ein und notierten zuletzt um 1,19 Prozent schwächer. Hier belastete zuletzt, dass der Pharma- und Chemiekonzern nach einem laut Analysten überraschend guten dritten Quartal auf die anhaltende Währungsrisiken für das letzte Jahresviertel hinwies. Auch Lufthansa gaben nach endgültigen Quartalszahlen nach und verloren knapp eineinhalb Prozent.

Im MDax schnellten hingegen Gea mit einem Plus von 4,81 Prozent auf 32,45 Euro auf den ersten Index-Platz. In der Spitze wurde die Aktie mit 33,18 Euro gehandelt und war damit so teuer wie noch nie. Eine hohe Nachfrage aus der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie hatte dem Maschinenbauer weiter gute Geschäfte beschert.