Dax hält sich über 9300-Punkte-Marke

Punkte-Marke.

Zuletzt lag er 0,93 Prozent im Plus bei 9304,50 Punkten und damit knapp 20 Punkte unter seinem neuen Höchststand. In der Vorwoche hatte der Leitindex bereits ein Plus von 0,55 Prozent verzeichnet.

Der MDax rückte am Montag um 0,42 Prozent auf 16 216,63 Punkte vor. Für den TecDax ging es um 0,68 Prozent auf 1143,31 Punkte nach oben. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,62 Prozent auf 3075,06 Punkte.

Mehrere Marktbeobachter nannten die Iran-Einigung als wichtigsten Unterstützungsfaktor für die Aktienmärkte. Am Wochenende war es den UN-Vetomächten und Deutschland gelungen, mit Iran eine erste Vereinbarung über sein umstrittenes Atomprogramm zu treffen. Vorgesehen ist, dass Iran Zugeständnisse bei der Urananreicherung macht. Im Gegenzug werden Sanktionen gegen das Land gelockert.

Kornelius Barczynski, Marktanalyst beim Brokerhaus GKFX, führt die Gewinne auf die von der Barclays Bank für die Eurozone reduzierte Inflationsprognose für 2013 und 2014 zurück. Das flüchtende Inflationsgespenst sorge dafür, dass viele Anleger Geld aus dem sicheren Hafen Gold abzögen und in die stark laufenden Aktienmärkte umschichteten. Er verwies zudem auf Kommentare von EZB-Mitgliedern, wonach weitere Zinssenkungen möglich seien und damit das Ende des billigen Geldes weit entfernt sei.

Hoffnungen für das US-Geschäft beförderten FMC-Aktien um gut acht Prozent auf 51,73 Euro nach oben. Die US-Krankenversicherung hält die Vergütung für Dialyse-Behandlungen im Jahr 2014 nun doch stabil, nachdem im Juli noch eine Reduzierung um 9,4 Prozent zur Debatte stand.

Am Morgen reagierten einige Analysten mit Hochstufungen und Kurszielerhöhungen überwiegend positiv darauf. Im Sog der FMC-Rally stiegen die Papiere des Mutterkonzerns Fresenius zuletzt um 4,18 Prozent.

Die Titel der SGL Group setzten ihre steile Aufwärtsbewegung vom Freitag fort. Sie verteuerten sich zuletzt um 3,27 Prozent, nachdem sie am Freitag bereits neun Prozent gewonnen hatten. Das Tageshoch bei 30,05 Euro bedeutete den höchsten Stand seit Mitte April. Händler begründeten die anhaltende Rally mit der Ankündigung der Deutschen Börse vom Freitag, wonach die Papiere des Kohlenstoff-Spezialisten am kommenden Mittwoch in den MDax aufrücken. Dort ersetzen sie die Papiere des Immobilienunternehmens GSW, die den Index wegen der Übernahme durch den Konkurrenten Deutsche Wohnen verlassen müssen.

Am deutschen Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,40 (Freitag: 1,43) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,17 Prozent auf 133,88 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,11 Prozent auf 141,19 Punkte. Der Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3514 (Freitag: 1,3518) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7400 (0,7398) Euro.