Dax kaum verändert nach kurzem Ausflug über 8300 Punkte

Nach einem kurzen Ausbruchsversuch ist der deutsche Aktienmarkt bis zum Montagmittag wieder zurückgefallen. Der Leitindex Dax stand zuletzt mit minus 0,05 Prozent kaum verändert bei 8271 Punkten. Sein Tageshoch hatte er zuvor bei 8310 Zählern erreicht.

Nachrichten über ein Ultimatum der USA für Syrien hatten dem Markt etwas Schub gegeben und neue Käufer angelockt, hieß es. Etwas freundlicher zeigte sich der MDax: Der Index der mittleren Werte legte zuletzt 0,10 Prozent auf 14 602 Punkte zu. Der TecDax stand nahezu unverändert mit plus 0,04 Prozent bei 1044 Punkten. Deutlicher ging es für den Leitindex der Eurozone abwärts: Der EuroStoxx 50 verlor 0,37 Prozent auf 2793 Punkte.

US-Außenminister John Kerry hat das Regime von Baschar al-Assad aufgefordert, binnen einer Woche seine chemischen Waffen der internationalen Gemeinschaft auszuhändigen. Auf diese Weise könne ein Militärschlag der USA gegen das syrische Regime verhindert werden, sagte Kerry bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem britischen Amtskollegen William Hague in London.

Nachrichtlich standen die Papiere von Bayer im Fokus, die mit minus 1,21 Prozent zu den schwächsten Index-Werten zählten. Laut Börsianern belastete die Aktie ein Pressebericht über zunehmende Verdachtsfälle im Zusammenhang mit dem Gerinnungshemmer Xarelto, einem Bayer-Hoffnungsträger.

Positive Analystenkommentare und Erleichterung nach aktuellen Unternehmensnachrichten sorgten bei den Rückversicherern für deutliche Kurszuwächse. Aktien der Munich Re setzten sich nach einer Kaufempfehlung von Merrill Lynch mit einem Plus von 3,48 Prozent an die Dax-Spitze. Im MDax legten Hannover-Rück-Papiere um 1,96 Prozent zu.

Dagegen belasteten negative Analysteneinschätzungen die am Freitag noch favorisierten Versorger. Besonders deutlich wurde der Erholungsversuch bei RWE ausgebremst mit minus 2,26 Prozent.