Dax klettert dicht an sein Rekordhoch heran

Der Dax hat am Freitag seine kräftigen Vortagesgewinne ausgebaut und ist dicht an sein Rekordhoch herangelaufen.

Nachdem er im frühen Handel auf der Stelle getreten war, legte der Leitindex bis zum Nachmittag um 0,31 Prozent auf 9178 Punkte zu und gewann damit im Wochenverlauf bislang 1,1 Prozent hinzu. Der MDax stieg um 0,21 Prozent auf 16 119 Punkte. Der TecDax rückte um 0,35 Prozent auf 1150 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,13 Prozent auf 3058 Punkte.

Marktanalyst Jochen Intelmann von der Hamburger Sparkasse sagte: «Einige Investoren haben ihre Aktienquoten wohl noch nicht hoch genug gefahren.» Die entscheidenden Botschaften sendeten dafür noch immer die Notenbanken. Schwache Konjunkturdaten aus den USA würden dabei eher begrüßt, da sie als stützend für eine weiterhin ungebremste Geldschwemme gälten.

Dass Irland und Spanien den Rettungsschirm hinter sich lassen und damit als erste Euro-Krisenländer finanziell wieder auf eigenen Füßen stehen werden, wurde am Markt als positive, aber nicht kursbewegende Nachricht gewertet. Die Eurogruppe hatte am Donnerstag grünes Licht für den Ausstieg gegeben.

Die Aktien der Deutschen Post gehörten mit plus 1,63 Prozent zu den Favoriten im Dax. Das Briefporto soll zum 1. Januar 2014 auf 60 Cent angehoben werden, bestätigte der Logistikkonzern einen Bericht im «Handelsblatt». Volkswagen (VW) gab seinen Konzernabsatz für Oktober bekannt und ist damit weiter auf Rekordkurs. Zudem gab Europas größter Autobauer eine erste Entwarnung für den Heimatkontinent. Die VW-Vorzüge legten daraufhin um 0,57 Prozent zu.

Die Papiere von GSW standen wegen des Neumonatsberichts des Immobilienunternehmens im Blick. Die Aktie, die in nächster Zeit wegen der Übernahme durch Deutsche Wohnen aus dem MDax ausscheiden wird, gewann 2,07 Prozent. Deutsche Wohnen legten um 2,18 Prozent zu.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,39 Prozent am Vortag auf 1,38 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,07 Prozent auf 134,06 Punkte. Der Bund Future verlor 0,13 Prozent auf 141,52 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3460 (Donnerstag: 1,3436) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7429 (0,7443) Euro.