Dax knickt ein - Sorgen und Nervosität kehren zurück

Am deutschen Aktienmarkt sind die Sorgen zurückgekehrt. Schwache US-Einzelhandelsdaten und der weiter sinkende Ölpreis zogen den Dax runter.

Nur kurzzeitig konnten verbesserte Aussichten auf baldige Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank dem deutschen Leitindex aus der Verlustzone helfen. Das Börsenbarometer verlor bis zum Nachmittag 1,46 Prozent auf 9796,06 Punkte und gab damit einen Teil seiner kräftigen Gewinne der vorangegangenen beiden Handelstage wieder ab.

Die Umsätze des US-Einzelhandels im Dezember hätten enttäuscht, erläuterte Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba. Die Daten dürften auch die Wall Street zu ihrem Handelsauftakt belasten. Problematisch ist das, weil am Nachmittag zumeist Marktteilnehmer aus den Vereinigten Staaten hierzulande die Richtung am Aktienmarkt bestimmen.

Der MDax für die mittelgroßen Werte sank um 0,93 Prozent auf 17 249,07 Punkte, nachdem er am Vortag noch auf ein Rekordhoch geklettert war. Der Technologiewerte-Index TecDax büßte 1,19 Prozent auf 1418,08 Zähler ein. Der EuroStoxx 50, Leitindex der Eurozone, verlor 1,50 Prozent. Die leicht gestiegene Industrieproduktion in der Eurozone konnte die Stimmung am Ende auch nicht heben.