Dax knüpft an jüngste Talfahrt an

Nach einem zunächst ruhigen Handelsauftakt ist es am deutschen Aktienmarkt wieder deutlich nach unten gegangen. Der steigende Euro und die angespannte Lage am Ölmarkt ließ die Anleger flüchten.

Der Dax stand zuletzt 2,08 Prozent tiefer bei 9093,33 Punkten. So trübe sah es zuletzt im Oktober 2014 aus. Konjunktursorgen, durchwachsene Geschäftsberichte und der Euro hatten den deutschen Aktienmarkt schon in der alten Woche nach unten gezogen.

«Wie zuletzt ist das Nervenkostüm der Anleger angespannt», schrieben die Experten der Helaba. Während die übergeordneten Abwärtstrends lediglich begrenzten Spielraum nach oben zuließen, gebe es großes Rückschlagpotenzial in den Indizes nach unten.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen rauschte am Montagmorgen um 2,36 Prozent auf 18 244,45 Punkte ab. Der Technologiewerte-Index TecDax gab um 3,24 Prozent auf 1541,13 Punkte nach. Auch in Europa kippte die anfänglich leicht verbesserte Stimmung wieder: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand zuletzt 1,53 Prozent tiefer bei 2835,25 Punkten.

Auf Unternehmensseite verhalf eine positive Studie der Credit Suisse der Rückversichung Munich Re mit einem moderaten Kursplus auf den ersten Dax-Platz. Zu den größeren Verlierern mit rund 2 Prozent gehörten dagegen Papiere der Commerzbank. Nach den Großkunden müssen auch die mittelständischen Firmenkunden des Instituts Strafzinsen befürchten.

Dem jüngsten Einbruch der Technologiewerte an der Wall Street folgten auch hierzulande heftige Verluste in einigen Einzelwerten. Besonders stark erwischte es den Solarzulieferer SMA Solar mit einem Verlust von 8 Prozent. Die Aktien des Halbleiterherstellers Infineon führten am Dax-Ende ihre mehrtägige Verlustserie mit 4 Prozent Minus fort.

Unter die Räder kamen auch Papiere des Sportartikelherstellers Adidas mit 3 Prozent Verlust. Börsianer verwiesen auf einen Kommentar der US-Bank JPMorgan, die nach der jüngsten Kursrally zu Gewinnmitnahmen geraten hatte.