Dax kommt nicht vom Fleck

Am deutschen Aktienmarkt hat es am Freitag nur wenig Bewegung gegeben. Bis zum Nachmittag verlor der Dax 0,11 Prozent auf 11 498,98 Punkte. Auf Wochensicht deutet sich für den deutschen Leitindex damit ein Verlust von 1,5 Prozent an.

Der MDax mittelgroßer Werte stieg am Freitag zuletzt um 0,47 Prozent auf 20 846,90 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,07 Prozent auf 1814,92 Punkte. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte um 0,08 Prozent nach oben.

«Nach mehr als 1000 Punkten Kursgewinn binnen zwei Wochen war die Luft raus beim Dax, und die Volatilität entpuppte sich einmal mehr als perfekter Signalgeber», sagte Analyst Daniel Saurenz von Feingold Research. Nun werde ein Mix aus US-Konjunkturdaten, Zinserwartungen und Unternehmenszahlen entscheiden, wohin die Reise in den kommenden Wochen gehe. Rückschlagsgefahren seien mit dem überhitzten Technologiesektor und der chinesischen Konjunktur reichlich vorhanden, so dass ein weiteres Hin und Her erst einmal die logische Folge wäre, glaubt Saurenz.

Von konjunktureller Seite standen die Markit-Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe und die Dienstleistungsbranche verschiedener Euroländer auf der Agenda. In Deutschland, Frankreich und in der gesamten Eurozone blieben die Stimmungsumfragen für Juli leicht unter den Expertenprognosen. Dennoch sorgten die Daten für einen leicht steigenden Dax.

Unter den Einzelwerten standen BASF-Aktien als klares Dax-Schlusslicht mit einem Verlust von 3,72 Prozent im Anlegerfokus. Beim weltgrößten Chemiekonzern hat der schwache Ölpreis auch im zweiten Quartal Spuren hinterlassen. Der operative Gewinn (Ebit) vor Sondereffekten legte zwar um 2,0 Prozent auf gut 2,0 Milliarden Euro zu, lag damit aber unter der Durchschnittserwartung der Analysten.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,56 Prozent am Vortag auf 0,55 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,01 Prozent auf 138,90 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,20 Prozent auf 153,72 Zähler zu. Der Kurs des Euro ist am Freitag gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0939 (Donnerstag: 1,0999) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9142 (0,9092) Euro.