Dax legt nach schwacher Eröffnung leicht zu

Die deutsche Börse hat sich nach einer schwächeren Eröffnung im frühen Handel wieder etwas erholt. Zu Beginn hatten schwache Aktienmärkte in Übersee, der Verfall der Rohstoffpreise und wieder zunehmende Sorgen über das chinesische Wirtschaftswachstum die Börse belastet.

Trotzdem steuert der Dax auf einen Wochenverlust zu. Der Markt befinde sich weiterhin im Konsolidierungsmodus, sagte ein Börsianer. Er verwies darauf, dass der Dax vor dem dieswöchigen Rückgang innerhalb weniger Handelstage um rund 10 Prozent gestiegen war.

Zuletzt notierte der deutsche Leitindex um 0,16 Prozent höher bei 11 530,33 Punkten. Dennoch deutet sich an, dass der Dax diese Woche mit einem Minus von rund 1,2 Prozent abschließen könnte. Der MDax mittelgroßer Werte stieg am Freitag um 0,46 Prozent auf 20 845,12 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor dagegen 0,07 Prozent auf 1814,87 Punkte. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte um 0,28 Prozent nach oben.

Aus Unternehmenssicht standen am Freitag die Quartalszahlen von BASF im Mittelpunkt des Interesses. Von konjunktureller Seite standen die Markit-Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe und die Dienstleistungsbranche verschiedener Euroländer auf der Agenda. In Deutschland, Frankreich und in der gesamten Eurozone blieben beide Indizes für Juli unter den Expertenprognosen. Dies ließ die hiesigen Aktien jedoch weitgehend kalt. Am Nachmittag kommen weitere Daten vom US-Immobilienmarkt, die vor dem Treffen der US-Notenbank Fed von Interesse sein dürften.

Unter den Einzelwerten waren BASF-Aktien klares Dax-Schlusslicht mit einem Verlust von 3,58 Prozent. Beim weltgrößten Chemiekonzern hat der schwache Ölpreis auch im zweiten Quartal Spuren hinterlassen. Die Kennziffern seien insgesamt nicht so gut ausgefallen, kommentierte DZ-Bank-Analyst Peter Spengler in einer ersten Reaktion. Offenbar sei der Markt nach den ordentlichen Resultaten für das erste Jahresviertel nun zu optimistisch gewesen.