Dax legt wieder zu

Die anhaltend gute Stimmung an den weltweiten Börsen hat am Freitag auch den deutschen Aktienmarkt gestützt. Der Dax legte um 0,24 Prozent auf 8833 Punkte zu und machte einen Großteil der Vortagesverluste wieder wett.

Das erst am Mittwoch erreichte Rekordhoch von 8861 Punkten bleibt damit im Blick.

Der MDax zog um 1,02 Prozent auf 15 637 Punkte an. Im Handelsverlauf hatte der Index der mittelgroßen Werte bei 15 650,73 Punkten erneut eine Bestmarke gesetzt. Der TecDax stieg um 0,22 Prozent auf 1100 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,39 Prozent auf 3022 Punkte vor.

«Der Dax hat in den letzten Tagen eine nennenswerte Rally hingelegt», sagte Marktanalyst Frank Geilfuß vom Berliner Bankhaus Löbbecke. Der wochenlang schwelende Streit um den US-Haushalt habe letztlich nicht nachhaltig auf die Stimmung gedrückt. Nun verschnauften die Anleger erst einmal ein wenig, bevor in den kommenden Wochen die Berichtssaison in Deutschland und auch in den USA auf vollen Touren laufe.

Investmentanalyst Clemens Bundschuh von der Landesbank Baden-Württemberg sprach zudem von positiven Konjunkturdaten aus China als Stütze für den deutschen Aktienmarkt. Der Welt-Wachstumstreiber nimmt wieder Fahrt auf.

Neuigkeiten gab es bei der Lufthansa. Die Frachtfluggesellschaft Lufthansa Cargo bereitet sich auf ein Bündnis mit anderen Gesellschaften vor. Die Kooperation soll ähnliche Vorteile liefern wie die Star Alliance im Passagiergeschäft. Ein Händler äußerte sich optimistisch. Die Muttergesellschaft Lufthansa könnte einige Synergien heben. Die Papiere der Fluglinie stiegen um 1,73 Prozent.

SAP-Papiere verloren am Dax-Ende 1,43 Prozent auf 52,55 Euro. Verhaltene Analystenkommentare zu den bevorstehenden Quartalszahlen hatten die Titel von Europas größtem Softwarehersteller unter Druck gesetzt.

An der MDax-Spitze kletterten die Titel von Kuka um mehr als fünf Prozent in die Höhe. Die britische Investmentbank Barclays hatte sich positiv zu den Papieren des Roboterherstellers geäußert. Das Unternehmen verfüge in einer strategischen Wachstumsbranche über einen hohen Marktanteil, schrieb Analyst Chris Stevens in einer Erststudie.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,55 Prozent am Vortag auf 1,50 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,24 Prozent auf 133,33 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,31 Prozent auf 140,10 Punkte. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3684 (Donnerstag: 1,3662) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7308 (0,7320) Euro.