Dax leicht im Minus - Warten auf Fed-Sitzung

Vor der mit Spannung erwarteten Sitzung der US-Notenbank Fed in dieser Woche hat der Dax am Dienstag etwas Boden verloren. In einem weitgehend ruhigen Handel konnten auch gute Konjunkturdaten die Laune der Anleger nicht spürbar heben.

Nach dem Rekordhoch am Vortag notierte der deutsche Leitindex zuletzt mit minus 0,22 Prozent bei 8593 Punkten. Der MDax verlor mit 0,61 Prozent auf 14 912 Punkte etwas stärker. Auch der Index mittelgroßer Werte hatte zum Wochenauftakt eine neue Bestmarke gesetzt. Der TecDax fiel am Dienstag um 0,42 Prozent auf 1071 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,27 Prozent auf 2886 Punkte nach.

Der ZEW-Index für die deutsche Wirtschaft stieg im September überraschend deutlich auf den höchsten Stand seit April 2010. Die Konjunkturerwartungen der Finanzexperten hätten damit alle Erwartungen klar übertroffen, kommentierte Händlerin Anita Paluch vom Broker Gekko Markets. Die Aktienmärkte konzentrierten sich jedoch auf die an diesem Dienstag beginnende Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed. Die Notenbanker werden dann am Mittwoch bekanntgeben, ob sie schon im September mit der Drosselung ihrer stützenden Anleihekäufe beginnen wollen - und wie stark sie gegebenenfalls auf die Bremse treten.

Aktien von Continental kamen vom Start weg stark unter Druck und verloren am Dax-Ende 3,39 Prozent. Mehrheitseigner Schaeffler hatte vier Prozent der Aktien an dem Reifenhersteller und Autozulieferer losgeschlagen, um mit dem Erlös von knapp einer Milliarde Euro einen Teil seines Schuldenbergs abzutragen. Durch die Platzierung der rund acht Millionen Papiere sinkt die Beteiligung des Familienunternehmens an den Hannoveranern von knapp 50 auf rund 46 Prozent.

Die Aktien von K+S blieben weiter deutlich bewegt. Nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Tage gaben die Titel am Dienstag 2,94 Prozent nach. Zu neuen Spekulationen um den Kalipreis gesellte sich eine gekürzte Absatzprognose des US-Wettbewerbers Mosaic. Autowerte zählten nach mit Enttäuschung aufgenommenen Zahlen des europäischen Branchenverbandes ACEA zu den Verlierern auf dem Parkett. Volkswagen (VW) verloren 1,53 Prozent, BMW und Daimler gaben 0,60 Prozent und 0,99 Prozent ab.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,56 Prozent am Vortag auf 1,57 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 132,72 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,11 Prozent auf 138,31 Punkte. Der Kurs des Euro fiel leicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3356 (Montag: 1,3357) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7487 (0,7487) Euro.