Dax lässt vor Griechenland-Verhandlungen klaren Trend vermissen

Vor erneut schwierigen Verhandlungen über Finanzhilfen für Griechenland haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt zurückgehalten.

Nach seinem neuerlichen Rekordhoch vom Vortag gab der Dax bis zur Mittagszeit um 0,18 Prozent auf 10982,64 Punkte nach, war allerdings zeitweise auch wieder kurz über die Marke von 11 000 Punkten gesprungen. Der MDax der mittelgroßen Werte sank um 0,25 Prozent auf 19 600,80 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax hingegen gewann 0,25 Prozent auf 1543,60 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,20 Prozent nach.

Zum inzwischen dritten Mal innerhalb weniger Tage treffen sich am Freitag die Finanzminister der Eurogruppe in Brüssel, um über einen Ausweg aus dem Schuldenstreit mit Athen zu beraten. Auf einer Sondersitzung am Nachmittag wird dabei abermals über neue Finanzhilfen für das pleitebedrohte Land gerungen, nachdem ein entsprechender Antrag des griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis tags zuvor auf strikte Ablehnung gestoßen war. «Sollte es nun endlich zu einer Einigung kommen, könnte dies zu einem Katalysator für die Aktienkurse werden», sagte ein Börsianer.

Die Konjunkturdaten aus Deutschland und dem Euroraum waren gemischt ausgefallen. Im Februar war die Unternehmensstimmung so gut wie seit sieben Monaten nicht mehr gewesen und war vor allem durch den Dienstleistungssektor beflügelt worden. Sowohl in Deutschland als auch in Frankreich hatte sich die Stimmung aufgehellt. Die Umfrageergebnisse aus der Industrie enttäuschten dagegen.

Unter den Einzelwerten rückte nach positiven Analystenkommentaren die Adidas-Aktie in den Fokus und setzte sich mit einem Kursplus von 1,31 Prozent an die Dax-Spitze. Nachrichten rund um einen nahenden Führungswechsel dürften der Aktie des Sportartikelherstellers durch schweres Fahrwasser helfen, erwartet etwa Analyst Adrian Rott von der Deutschen Bank.

Dies sei nur noch eine Frage der Zeit. Die Versicherer Allianz und Munich Re versammelten sich am Index-Ende und litten unter einem Kommentar vom Bankhaus Lampe. Die Zeiten würden härter im deutschen Versicherungsmarkt, schrieb Analyst Andreas Schäfer. Die Herausforderungen durch niedrige Zinsen könnten weiter zunehmen.