Dax müht sich weiter an 10 000 Punkten ab

Die Aussicht auf noch länger niedrige Zinsen in den USA hat den deutschen Aktienmarkt nicht nachhaltig beflügeln können.

Dax müht sich weiter an 10 000 Punkten ab
Fredrik Von Erichsen Dax müht sich weiter an 10 000 Punkten ab

Nach seinem Sprung über die Marke von 10 000 Punkten zum  Handelsstart fiel der Dax im frühen Handel wieder zurück. Zuletzt trat das Börsenbarometer mit minus 0,04 Prozent bei 9978,97 Punkten auf der Stelle. Der Dax hatte sich in den vergangenen Tagen bereits mehrfach an der psychologisch wichtigen Marke von 10 000 Punkten abgemüht.

Die Fed hatte am Vortag wie erwartet den Leitzins unverändert gelassen, gleichzeitig aber das Tempo aus der Zinswende genommen. Sie dürfte nun ihre Geldpolitik in diesem Jahr langsamer straffen als bisher beabsichtigt.

Der Mittelwerteindex MDax stand zuletzt nahezu unverändert mit minus 0,04 Prozent bei 20 095,76 Zählern. Der Technologiewerte-Index TecDax gab um 0,81 Prozent auf 1619,50 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 dämmte seine Gewinne auf zuletzt 0,12 Prozent auf 3065,80 Punkte ein.

Am deutschen Aktienmarkt beschäftigten am Morgen zunächst zahlreiche Bilanzen die Anleger. Eines der Hauptthemen war dabei die Dividende. In Zeiten schwankender Kurse und mickriger Zinsen hatte die Ausschüttung zuletzt an Bedeutung gewonnen.

Nachdem die Aktionäre der Lufthansa für 2014 leer ausgegangen waren, sollen sie für 2015 nun eine Dividende von 50 Cent erhalten. Die Aktie wurde gleichwohl am Morgen mit einem Kursverlust von mehr als 4 Prozent am Dax-Ende abgestraft. Börsianern zufolge enttäuschte vor allem der Geschäftsausblick für das Jahr 2016.

Zu den größeren Gewinnern gehörten dagegen die Anteilsscheine von Wacker Chemie und Krones - sie rückten um jeweils rund 3 Prozent vor. Der Spezialchemiekonzern und der Getränkeabfüllanlagenhersteller erfreuten die Anleger mit Dividendenanhebungen.

Die Papiere von TecDax-Schwergewicht United Internet sackten mit mehr als zweieinhalb Prozent an das Ende des Index. Auch hier enttäuschte laut Börsianern der Geschäftsausblick etwas.

Im SDax sprangen die Papiere des Motorenherstellers Deutz um mehr als 3 Prozent nach oben. Die schwachen Geschäftszahlen seien immerhin besser ausgefallen als befürchtet, kommentierte ein Händler.