Dax nach Rekordhoch kaum verändert

Der Dax hat am Montag im Verlauf erneut ein Rekordhoch markiert. Bei 9018 Punkten erreichte der Leitindex seine Bestmarke. Anschließend gab er aber wieder nach und ging 0,08 Prozent tiefer bei 8978,65 Punkten aus dem Handel.

Auch der MDax konnte seinen am Vormittag aufgestellten Rekord nicht halten und verlor 0,26 Prozent auf 15 819,43 Punkte. Einzig der TecDax zog dank deutlicher Kursgewinne in Einzelaktien um 0,26 Prozent auf 1122,31 Punkte an. Konjunkturdaten aus den USA bewegten am Markt kaum. In den USA waren die Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastung im September besser ausgefallen als erwartet. Daten vom Häusermarkt fielen indes schlechter aus.

Vor dem Wochenende hatte der Dax die Marke von 9000 Punkten erstmals in seiner 25-jährigen Geschichte geknackt, diese aber nicht halten können. Experten bleiben gleichwohl weiterhin positiv gestimmt: «Der Markt beweist Steherqualitäten und will nicht konsolidieren», sagte Analyst Robert Halver von der Baader Bank. Es bestehe weiterhin die Hoffnung, dass die Geldpolitik der US-Notenbank sehr locker bleibe.

Politische und wirtschaftliche Unwägbarkeiten werden die Währungshüter aller Voraussicht nach auch im Oktober von einem Kurswechsel abhalten. Kaum ein Beobachter rechnet damit, dass die Federal Reserve ihre zur Konjunkturbelebung aufgelegten Wertpapierkäufe an diesem Mittwoch (30. Oktober) verringern wird.

Auf Unternehmensseite waren hierzulande Nachrichten eher dünn gesät, da in Deutschland die Berichtssaison erst im Laufe der Woche wieder an Fahrt aufnimmt.

Unter den Einzelwerten im Dax standen Papiere von ThyssenKrupp mit minus 3,63 Prozent auf 18,31 Euro am Index-Ende. Kreisen zufolge wird ein Verkauf der Stahlwerke in Übersee immer unwahrscheinlicher. Dies belastete laut Börsianern den Aktienkurs.

Im TecDax stachen Evotec hervor. Die Titel des Biotechnologie-Unternehmens zogen nach Erreichen eines Meilensteins in einer Forschungsallianz mit dem Partner UCB um 3,93 Prozent an.

Die anderen wichtigen Börsen in Europa gingen uneinheitlich aus dem Handel. Der EuroStoxx 50 schloss 0,41 Prozent tiefer bei 3022,04 Punkten. Der Leitindex in Paris gab nach, während jener in London sich kaum von der Stelle bewegte. In den USA lag der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsende moderat im Plus.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,44 (Freitag: 1,45) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,02 Prozent auf 133,58 Punkte. Der Bund-Future verharrte bei 141,12 Punkten. Der Kurs des Euro legte leicht zu. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3784 (1,3777) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7255 (0,7259) Euro.