Dax nähert sich weiter Rekordhoch

Der Dax hat am Freitag erneut von Fortschritten im US-Haushaltspoker profitiert und seinen Kurs in Richtung Rekordhoch fortgesetzt.

Am Vortag hatte der deutsche Leitindex bereits um rund zwei Prozent zugelegt und damit seine Verluste der vergangenen drei Handelstage wieder mehr als wettgemacht. Bis zur Mittagszeit nun gewann der Dax 0,43 Prozent auf 8723 Punkte. Damit ist er nur noch rund 47 Punkte vom höchsten Stand in seiner 25-jährigen Geschichte entfernt, den er am 19. September erreicht hatte.

Der MDax legte um 0,15 Prozent auf 15 195 Punkte zu, und der TecDax stieg um 0,30 Prozent auf 1088 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeigte sich mit plus 0,13 Prozent bei 2973 Punkten nur wenig bewegt.

«Allein die Tatsache, dass Republikaner und Demokraten wieder ernsthafte Gespräche zur Lösung des US-Etatstreits führen, hat den Dax im frühen Geschäft über die Marke von 8700 Punkte geschoben», sagte Marktstratege Gregor Kuhn vom Broker IG.

US-Präsident Obama hatte am Donnerstag Republikaner in das Weiße Haus geladen, um etwaigen Spielraum für einen Kompromiss auszuloten. Zwar gab es bislang immer noch keine Lösung, es sei aber immerhin von «fruchtbaren Gesprächen» die Rede gewesen, sagte Kuhn. Noch sechs Tage ist Zeit, um sich auf eine Anhebung der Schuldengrenze zu einigen. Ansonsten droht den Vereinigten Staaten der Zahlungsausfall.

Gegen den Trend am deutschen Markt büßten die Aktien von K+S 1,48 Prozent ein. Sie litten darunter, dass der kanadische Konkurrent Potash wegen Marktunsicherheiten seine Gewinnprognose gesenkt hat. Am Dax-Ende versammelten sich die Papiere der Versorger Eon und RWE, die zwischen 3,65 und 1,85 Prozent nachgaben. Sie hatten allerdings in den vorangegangenen Tagen spürbar zugelegt.