Dax pendelt um 12 000 Punkte

Der Dax hat vor dem verlängerten Oster-Wochenende noch keine klare Richtung gefunden. Die am Karfreitag erwarteten US-Arbeitsmarktdaten warfen bereits ihre Schatten voraus und sorgten für Zurückhaltung. Zudem nahm der erholte Euro den Exportwerten etwas Schwung.

Dax pendelt um 12 000 Punkte
Fredrik Von Erichsen Dax pendelt um 12 000 Punkte

Im frühen Handel pendelte der deutsche Leitindex um die Marke von 12 000 Punkten. Zuletzt lag er mit plus 0,01 Prozent knapp darüber bei 12 002,65 Punkten. IG-Analyst Gregor Kuhn sieht nach dem guten Lauf die Nervosität und damit auch die Schwankungsbreite um die psychologisch wichtige runde Marke steigen.

Tags zuvor hatte der deutsche Leitindex das neue Quartal noch mit einem moderatem Plus begonnen, nachdem er in den ersten drei Monaten des Jahres bereits um 22 Prozent geklettert war.

Für den MDax der mittelgroßen Konzerne ging es am Gründonnerstag um 0,08 Prozent nach oben auf 20 856,61 Zähler. Der Technologiewerteindex TecDax legte um 0,34 Prozent zu auf 1619,54 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone trat auf der Stelle.

Auf die am Freitag anstehenden US-Jobdaten können deutsche Anleger im regulären Handel erst am Dienstag nach Ostern reagieren. Sie spielen eine wichtige Rolle für das Wann und Wie der von der US-Notenbank Fed avisierten Zinswende, also der ersten Erhöhung der Leitzinsen nach der Finanzkrise. Zudem richten sich die Blicke weiter auf den Schuldenstreit mit Griechenland.

Kaum Reaktion zeigten die deutschen Autowerte auf die US-Absatzzahlen für März. Einzig Daimler-Aktien fielen auf, sie wurden allerdings mit einem Dividendenabschlag von 2,45 Euro gehandelt. Für die deutschen Hersteller war es ein guter Verkaufsmonat - mit Ausnahme von Volkswagen. Autos von BMW und Daimler waren überdurchschnittlich gefragt.

Mehr Spuren in den Kursen hinterließen Analystenkommentare: So rutschten Papiere der Lufthansa mit minus 2,95 Prozent an das Dax-Ende, nachdem die Investmentbank Barclays ihre Empfehlung zurückgenommen hatte. Zwar könnte die größte deutsche Fluggesellschaft von den niedrigen Ölpreisen profitieren, schrieb Analyst Oliver Sleath in einer Studie. Die zunehmende Unsicherheit in den aktuellen Tarifkonflikten sowie die Sorgen über Ergebnisentwicklung, Rendite und Kapazitäten belasteten aber.