Dax profitiert von Kursgewinnen in China

Die Kurse in Frankfurt sind zu Wochenbeginn gestiegen. Starke Kursgewinne in China drängten die Angst vor steigenden US-Zinsen in den Hintergrund.

Auch die freundlich erwartete Wall Street sorgte dafür, dass der Dax nach einem schwachen Start in Fahrt kam. Am Nachmittag notierte der deutsche Leitindex 0,60 Prozent höher bei 11 559,70 Punkten.

Ein robuster US-Arbeitsmarktbericht hatte am Freitag Experten in der Erwartung einer Zinserhöhung im September bestärkt - es wäre die erste seit Ausbruch der Finanzkrise. Höhere Zinsen belasten Aktien, weil andere Anlageformen wie Anleihen dann wieder attraktiver werden. Gegen Ende der vergangenen Woche hatte der Dax nach einem guten Lauf bereits ein Stück weit nachgegeben.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,31 Prozent auf 21 179,52 Punkte hoch. Besser schlug sich der Technologiewerte-Index TecDax mit einem Anstieg um 0,93 Prozent auf 1776,11 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,76 Prozent auf 3665,38 Punkte.

Die asiatischen Aktienmärkte legten zu Wochenbeginn überwiegend zu. Gewinne von annähernd 5 Prozent an den gebeutelten chinesischen Festlandbörsen begründeten Experten mit der Hoffnung, dass die Regierung nach schwachen Außenhandels- und Preisdaten weitere Maßnahmen zur Wachstumsunterstützung ergreifen dürfte. In Europa und Deutschland blieb es am Montag in Sachen Konjunktur und Unternehmen eher ruhig.

Favorit der Anleger im Dax war die Aktie der Allianz, die mit plus 1,96 Prozent von positiven Analystenkommentaren profitierte. Noch am Freitag hatten weder die Quartalszahlen noch verbesserte Geschäftsaussichten für 2015 den Titeln des Versicherers geholfen.

Dagegen büßten die RWE-Aktien 0,88 Prozent ein. Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern will angesichts eingebrochener Gewinne seine Firmenstruktur deutlich straffen.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,49 (Freitag: 0,53) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,65 Prozent auf 139,30 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,10 Prozent auf 154,28 Punkte. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0960 (Freitag: 1,0941) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9124 (0,9140) Euro.