Dax reduziert Verluste - EuGH-Gutachten hilft auf die Sprünge

Am Frankfurter Aktienmarkt ist die Vorsicht zurückgekehrt. Der Dax stand zuletzt mit 0,39 Prozent im Minus bei 9902,07 Punkten.

Nach einem deutlich schwächeren Auftakt konnten die verbesserten Aussichten auf baldige Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank dem deutschen Leitindex zwar etwas auf die Sprünge helfen, doch für satte Gewinne wie an den beiden Vortagen reichte es bis zum Mittag nicht. Dem standen die wieder aufkeimenden Sorgen über den Ölpreis-Verfall entgegen. Auf verbesserte Zahlen zur Industrieproduktion in der Eurozone reagierte der Markt indes kaum.

Der MDax stand zuletzt mit minus 0,08 Prozent nahezu unverändert bei 17 396,88 Punkten. Am Vortag hatte der Index der mittelgroßen Werte im Verlauf ein Allzeithoch erklommen. Der Technologiewerte-Index TecDax büßte 0,24 Prozent auf 1431,67 Zähler ein. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stand zuletzt 0,43 tiefer bei 3120,32 Punkten.

Marktbeobachter begründeten die Erholung im Dax vor allem mit der wichtigen Vorentscheidung in der Frage, ob die EZB mit der Ankündigung von notfalls unbegrenzten Anleihekäufe von EU-Krisenländern ihr Mandat überschritten habe. Der einflussreiche Gutachter am Europäischen Gerichtshof (EuGH) kam zu dem Schluss, dass die Währungshüter grundsätzlich Staatsanleihen kaufen dürfen. Die Geldflut der Notenbanken treibt seit Jahren die Märkte.