Dax-Rekordhoch bleibt in Sichtweite

Der Dax hat sich seinem Rekordhoch am Freitag nicht weiter angenähert. Der deutsche Leitindex behält aber die Bestmarke aus dem Mai von 8557 Punkten im Blick. Bis zum Nachmittag blieb der Index mit plus 0,02 Prozent auf 8495 Punkte fast unverändert.

Der MDax stieg dagegen um 0,13 Prozent auf 14 842 Punkte, während der TecDax um 0,05 Prozent vorrückte auf 1063 Punkte. Für den Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 ging es um 0,14 Prozent nach unten auf 2858 Punkte.

Es fehle im Moment schlicht der letzte Antrieb für ein neues Hoch. Die Anleger seien ganz froh darüber, einige Gewinne zu sichern, bevor in der kommenden Woche die US-Notenbank über den Zeitplan für den Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik entscheidet, kommentierte Händler Matt Basi von CMC Markets. Auch US-Daten sorgen am Nachmittag kaum für Bewegung.

Klar im Fokus stand die Milliardenübernahme von Großteilen des Klinikportfolios von Rhön-Klinikum durch Fresenius SE. «Das war ein heißer Husarenritt», sagte eine damit vertraute Quelle der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX. Seit Frühjahr hätten die Spitzen von Fresenius und Rhön mit Juristen daran gearbeitet. Eine Zustimmung der Rhön-Aktionäre auf einer Hauptversammlung ist nicht notwendig. Denn nach geltendem Recht können 70 Prozent der Geschäftsteile einer Gesellschaft ohne die Zustimmung der Aktionäre verkauft werden.

Ein Händler bezeichnete das Geschäft als «großartigen Deal, vor allem für die Rhön-Aktionäre». Der Konzern will nämlich einen Großteil der Einnahmen an die Aktionäre weitergeben. Entsprechend schossen die Papiere um 11,57 Prozent nach oben an die MDax-Spitze. Aber auch für Fresenius wird der Zukauf positiv gewertet - die Aktien zogen als bester Dax-Wert um 4,61 Prozent an. Gerry Weber sackten nach Zahlen für die ersten neun Monate um 6,77 Prozent ab und waren damit Schlusslicht im MDax.

Am deutschen Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,62 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 132,34 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,23 Prozent auf 137,91 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3295 (Donnerstag: 1,3290) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7522 (0,7524) Euro.