Dax rutscht wieder ins Minus

Der deutsche Aktienmarkt ist nach einem freundlichem Start schnell wieder ins Minus gerutscht und hat sich damit weiter von seinem Rekordstand entfernt. Der Dax gab am Morgen um 0,66 Prozent auf 11 206,29 Punkte nach.

Am Vortag hatte der deutsche Leitindex bei 11 465 Punkten zunächst noch einen Rekord erreicht, schloss jedoch merklich im Minus.

Im Sog schwächerer US-Börsen hätten einige Anleger begonnen, Kasse zu machen und dieser Trend setze sich fort, sagte ein Händler: «Zum ersten Mal seit längerer Zeit sind wieder Gewinnmitnahmen von Hedgefonds und anderen großen Anlegern zu sehen.» Negativ aufgenommene Geschäftszahlen deutscher Konzerne verstärkten den Abwärtstrend noch.

Der MDax rutschte um 0,90 Prozent auf 19 704,85 Punkte ab. Der TecDax verlor 1,13 Prozent auf 1549,83 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand 0,25 Prozent tiefer.

Neue Impulse für den Markt dürfte der Arbeitsmarktbericht aus den USA am Freitag liefern, auf den die Anleger angesichts des wirtschaftlichen Gewichts der Vereinigten Staaten mit Argusaugen schauen.     

Schlechte Nachrichten gab es von der Unternehmensfront: Der Konsumgüterriese Henkel ist im vergangenen Jahr kaum vom Fleck gekommen und hat die Börsianer enttäuscht. Die Vorzugsaktie verlor am Dax-Ende 4 Prozent auf 102,05 Euro. Nach der starken Kursentwicklung der Aktie seit Jahresbeginn könnte die Zeit für Gewinnmitnahmen gekommen sein, erklärte Analyst Herbert Sturm von der DZ Bank.

Die Papiere von Axel Springer knickten nach der Bekanntgabe von Geschäftszahlen sogar um 6,54 Prozent ein. Allerdings waren die Anteile an dem Medienkonzern auch seit Ende Oktober rasant gestiegen und hatten am Vortag eine Bestmarke erklommen. Die in Aussicht gestellte Dividende ist einem Händler zufolge niedrigerer als gedacht.