Dax schafft neuen Rekord

Die Hoffnung auf eine baldige Einigung im US-Haushaltspoker hat dem deutschen Aktienmarkt am Dienstag neue Höchststände beschert. Der Dax hatte bereits im frühen Handel die alte Rekordmarke von 8770,10 Punkten vom 19. September geknackt und seitdem kontinuierlich weiter zugelegt.

Am Nachmittag durchbrach er die Marke von 8800 Punkten und erreichte mit 8804,27 Punkten einen neuen Bestwert in seiner 25-jährigen Geschichte. Auf die am Nachmittag veröffentlichten schwächeren US-Führindikatoren reagierte das Börsenbarometer indes kaum. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex mit plus 0,72 Prozent auf 8.787 Punkten.

Der MDax gewann 1,22 Prozent auf 15 438 Punkte. Der Index der mittelgroßen Werte hatte im Handelsverlauf bei 15.462,17 Punkten ebenfalls einen Rekordwert erreicht. Für den TecDax ging es um 1,07 Prozent auf 1099 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 erklomm bei rund 2999 Punkten seinen höchsten Stand in diesem Jahr, zuletzt betrug das Plus 0,58 Prozent auf 2995 Punkte.

Nach Wochen der totalen Blockade zeichnet sich im politischen Tauziehen um die US-Finanzen ein möglicher Kompromiss ab. Spitzenvertreter von Republikanern und Demokraten arbeiteten gemeinsam an einer Übergangslösung, die den Streit um das Schuldenlimit und den Etat für das laufende Haushaltsjahr vorerst entschärfen könnte.

An der Dax-Spitze kletterten die Titel von Lanxess um 2,82 Prozent auf 49,28 Euro. Händler begründeten dies unter anderem mit den Aussagen des Automobilzulieferers Michelin zur Reifennachfrage. Die Franzosen erwarten in Europa sowohl bei neuen als auch bei Ersatzreifen einen Nachfrageanstieg. Lanxess produziert unter anderem Kautschuk für die Reifenherstellung. Titel des Michelin-Wettbewerbers Continental verteuerten sich um 1,12 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,55 (Vortag: 1,52) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,12 Prozent auf 133,12 Punkte. Der Bund-Future stieg zuletzt um 0,01 Prozent auf 139,40 Punkte. Der Kurs des Euro sank. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuvor den Referenzkurs auf 1,3493 (Montag: 1,3564) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7411 (0,7373) Euro.