Dax schwankt: Wegweisende Woche beginnt nervös

Die neue Woche am deutschen Aktienmarkt hat nervös begonnen: Der Dax schwankte zwischen Kursgewinnen und -verlusten.

Die Woche steht dabei ganz im Zeichen der anstehenden Leitzinsentscheidung in den USA am Donnerstagabend. «Alles wartet am Freitag auf die Reaktion nach der Zinsentscheidung der Fed», sagte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research.

Die wichtigsten deutschen Aktienindizes rutschten bis zum Montagnachmittag leicht ins Minus: Der Dax verlor 0,08 Prozent auf 10 115,02 Punkte, nachdem der deutsche Leitindex in der Vorwoche noch 0,85 Prozent zugelegt hatte. Der MDax der mittelgroßen Aktienwerte stand am Montag mit 0,52 Prozent im Minus bei 19 458,60 Punkten. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg dagegen um 0,27 Prozent auf 1719,22 Punkte. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, bröckelte um 0,10 Prozent ab auf 3184,64 Punkte.

Die Infineon-Aktie profitierte zum Wochenauftakt von einem positiven Bericht des US-Anlegermagazins «Barron's». Anleger schenkten dem deutschen Chipbauer derzeit zu wenig Aufmerksamkeit, hieß es in dem Artikel. Das Papier des Halbleiterherstellers verteuerte sich an der Dax-Spitze um 1,75 Prozent.

Die Aktie von RWE hielt dagegen mit einem Abschlag von 1,58 Prozent die rote Laterne. Der Versorgertitel liegt auf einem Rekordtief und blickt auf die mit Abstand schlechteste Kursentwicklung im Leitindex seit Jahresbeginn zurück.

Die Aktie von Borussia Dortmund stieg als ein Favorit im SDax um knapp 2 Prozent. Das Papier wird vom sportlichen Höhenflug des einzigen börsennotierten Fußballvereins in Deutschland mitgerissen. Mit einem Auswärtssieg bei Hannover 96 hatte der BVB die Bundesliga-Tabellenspitze behauptet.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,48 (Freitag: 0,50) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,12 Prozent auf 139,55 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,17 Prozent auf 155,42 Punkte. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1305 (1,1268) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8846 (0,8875) Euro.