Dax schwankt zwischen Öl-Sorgen und EZB-Hoffnungen

Der deutsche Aktienmarkt hat sich orientierungslos präsentiert. Während der weitere Verfall des Ölpreises auf die Stimmung drückte, stützte die Hoffnung auf ein Eingreifen der Europäischen Zentralbank zur Belebung der Konjunktur die Kurse.

Der Dax stand am Mittag nach mehreren Richtungswechseln 0,08 Prozent tiefer bei 9465,54 Punkten. Am Montag hatte der deutsche Leitindex noch fast 3 Prozent verloren und damit den größten Tagesverlust seit Anfang März 2014 verbucht. Ein Händler sprach am Dienstag von weiterhin dünnen Umsätzen am dritten Handelstag des Jahres.  

Für den Index der mittelgroßen Werte, den MDax, ging es bis zum Mittag um 0,14 Prozent auf 16 707,91 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,31 Prozent auf 1368,55 Punkte. Beim EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stand ein Minus von 0,15 Prozent zu Buche.

Die Ölpreise haben am Dienstag nach einer kurzen Phase der Stabilisierung ihre Talfahrt wieder aufgenommen. Der Preis für US-Rohöl fiel deutlich unter die Marke von 50 US-Dollar. Den aktuellen Preisrutsch erklärten Experten mit der Aussicht auf steigende Ölreserven in den USA. Das billige Öl gilt als Anzeichen für eine Abschwächung der Weltwirtschaft.