Dax schwächelt vor US-Arbeitsmarktdaten

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Freitag vor wichtigen Arbeitsmarktdaten aus den USA zurückgehalten.

Der Dax büßte bis zur Mittagszeit 0,61 Prozent auf 10 839,13 Punkte ein. Die Börsianer erhoffen sich neue Hinweise für den weiteren Kurs der US-Notenbank, die vor einer Zinswende steht. Einen kleinen Stimmungsdämpfer für den deutschen Markt gab es am Vormittag von den Produktionsdaten der deutschen Industrie.

Für den MDax der mittelgroßen Konzerne ging es um 0,57 Prozent auf 18 995,38 Punkte abwärts. Der Technologiewerte-Index TecDax gab um 0,54 Prozent auf 1499,71 Punkte nach und der Leitindex der Eurozone verlor 0,38 Prozent.

Zu den wenigen auffälligen Einzelwerten gehörte die Fresenius-Aktie. Sie büßte nach einer Studie des Analysehauses Jefferies am Dax-Ende 2,71 Prozent ein. Analyst Martin Brunninger strich die Kaufempfehlung für das Papier des Medizintechnik-Unternehmens wegen der geplanten Übernahme des Unternehmens Hospira durch den US-Konkurrenten Pfizer. Er sieht das von der Fresenius-Tochter Kabi in Aussicht gestellte starke Wachstum nun in Gefahr.

Favorit der Anleger waren Commerzbank-Titel mit plus 1,21 Prozent nach einer Studie der US-Bank JPMorgan. Laut Analyst Kian Abouhossein profiert das zweitgrößte deutsche börsennotierte Geldinstitut unter den europäischen Banken am stärksten von der Geldflut der Europäischen Zentralbank.

Das Siemens-Papier büßte 0,76 Prozent ein. Der Elektrokonzern streicht im Zuge seines tiefgreifenden Umbaus weltweit rund 7800 Arbeitsplätze, davon etwa 3300 in Deutschland. Vorstandschef Joe Kaeser hatte die größte Umstrukturierung bei Siemens seit 25 Jahren im Mai 2014 gestartet und will damit die Kosten um eine Milliarde Euro drücken.