Dax setzt nach US-Jobdaten zur Erholung an

Der Dax hat am Freitag nach dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht zur Erholung angesetzt.

Zuletzt lag der deutsche Leitindex 0,79 Prozent höher bei 9467,20 Punkten. Auf Wochensicht bleibt aber ein Abschlag von rund 3,5 Prozent. Tags zuvor war der Index zeitweise sogar auf den tiefsten Stand seit Ende 2014 abgerutscht.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann am Freitagnachmittag 1,00 Prozent auf 19 044,38 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,02 Prozent auf 1628,18 Punkte vorrückte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,61 Prozent auf 2922,90 Punkte hoch.

Die amerikanische Wirtschaft hat im Januar weniger neue Stellen geschaffen als erwartet. Zudem wurde das Plus in den beiden vorangegangenen Monaten leicht nach unten korrigiert. Entsprechend dürften sich viele Beobachter bestätigt sehen, die im laufenden Jahr keine weitere Zinsanhebung mehr erwarten. Denn die US-Notenbank Fed orientiert sich bei ihrer Geldpolitik auch stark an der Beschäftigungsentwicklung.

Für etwas Entspannung sorgte der Rückschlag des Euro zum US-Dollar. In den vergangenen Tagen hatte der Sprung der Gemeinschaftswährung auf den höchsten Stand seit drei Monaten dem Markt schwer zugesetzt, bremst ihre Aufwertung doch die Gewinnaussichten im Export.

Zu den Verlierern am hiesigen Aktienmarkt gehörten Thyssenkrupp, die ein halbes Prozent einbüßten. Börsianer sahen schlechte Nachrichten eines Konkurrenten als Belastung, erinnerten aber auch daran, dass die Aktie vortags zu den Favoriten der Anleger gehört hatten. Der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal streicht seinen Aktionären nach einem Verlustjahr die Dividende und geht eine milliardenschwere Kapitalerhöhung an.

Genau umgekehrt erging es den Autotiteln, die sich nach den Verlusten der vergangenen Tage berappeln konnten. Bei Daimler, denen tags zuvor nicht einmal starke Geschäftszahlen geholfen hatten, stützte auch der rekordhohe Januar-Absatz die Stimmung: Die Aktien der Stuttgarter rückten um 1,84 Prozent vor. Für BMW ging es um 2,67 Prozent nach oben. Volkswagen (VW) gewannen gar 3,37 Prozent. Dass die Wolfsburger wegen des Abgas-Skandals die Vorlage ihres Jahresabschlusses und die Hauptversammlung verschieben, schockte die Anleger nicht.