Dax setzt zu Erholung an

Der deutsche Aktienmarkt hat von deutlichen Kursgewinnen in Asien und guten US-Arbeitsmarktdaten profitiert. Der Dax notierte am Nachmittag 2,41 Prozent höher bei 9678,12 Punkten. Die größten Gewinner waren die Papiere der Lufthansa sowie der Versorger Eon und RWE.

Der MDax mittelgroßer Werte kletterte um 2,03 Prozent auf 19 288,01 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 1,81 Prozent auf 1744,78 Punkte vor. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 2,50 Prozent.

Am Dienstag war der Dax belastet vom Abgas-Skandal bei Volkswagen noch bis auf 9325 Punkte abgerutscht - das war der tiefste Stand seit Dezember. Entsprechend schlecht fällt die Bilanz für das dritte Quartal aus: Mit einem Verlust von aktuell mehr als 11 Prozent steuert der Leitindex auf das schwächste Vierteljahr seit vier Jahren zu.

Für gute Laune unter den Anlegern sorgte am letzten Tag des Quartals vor allem die Erholung an der Tokioter Börse. Auch die Kurse an den gebeutelten chinesischen Börsen stabilisierten sich. Weiterer Schub nach oben kam für den Dax von US-Arbeitsmarktzahlen des privaten Dienstleisters ADP. Demnach ist der Stellenaufbau im amerikanischen Privatsektor im September höher als erwartet ausgefallen.

Unter den Einzelwerten im Dax standen VW-Vorzugsaktien im Fokus, die zuletzt 1,73 Prozent im Plus notierten. Damit erholten sie sich etwas von dem am Vortag erreichten tiefsten Kursniveau seit Oktober 2011. An den vergangenen acht Handelstagen waren die Papiere des Autokonzerns um fast 40 Prozent eingebrochen.

Positive Analystenkommentare sorgten bei den Aktien von Lufthansa und Talanx für Kurssprünge von jeweils rund 6 Prozent. Die gebeutelten Aktien von Eon und RWE stiegen als Zweit- und Drittplatzierte im Dax um jeweils gut 4 Prozent. Aufs Jahr gesehen gehören sie aber zu den Verlierern im Leitindex.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,44 Prozent am Vortag auf 0,45 Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,03 Prozent auf 139,69 Punkte nach oben. Der Bund-Future sank um 0,12 Prozent auf 156,13 Zähler. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1203 (Dienstag: 1,1204) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8926 (0,8925) Euro.