Dax startet holprig in die Woche

Der Dax hat seine Rekordtour am Montag nach einem holprigen Start zunächst unterbrochen. Am Vormittag markierte der deutsche Leitindex bei 9424,83 Punkten zwar eine weitere Bestmarke.

Bis zum Mittag verlor er jedoch geringe 0,01 Prozent auf 9404 Punkte. Der MDax gab 0,07 Prozent auf 16 322 Punkte ab, ein frisches Hoch hatte aber auch der Index der mittelgroßen Werte zuvor bei 16 388,05 Punkten erreicht. Der TecDax fiel um 0,10 Prozent auf 1154 Punkte. Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 gab mit einem Minus von 0,37 Prozent deutlich kräftiger ab.

Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone waren gemischt ausgefallen. Insgesamt war die Stimmung in der Industrie zwar so gut wie seit fast zweieinhalb Jahren nicht mehr - insbesondere Deutschland trug zum guten Bild bei. In Frankreich hingegen trübte sich die Stimmung ein, und Spanien lieferte eine herbe Enttäuschung mit einem deutlich rückläufigen Wert.

Anleger hielten sich in einem ruhigen Handel am deutschen Aktienmarkt dennoch eher zurück. Die Märkte warteten auf Impulse vom offiziellen Arbeitsmarktbericht in den USA am Freitag, sagte Marktanalyst Arkadius Barczynski vom Broker GKFX. Zudem steht am Donnerstag die Zinssitzung der Europäischen Zentralbank EZB auf dem Programm.

Größtes Thema bei den Einzelwerten waren Aktien von ThyssenKrupp - sie rutschten mit 8,31 Prozent ins Minus. Zusammen mit einem erneuten Milliardenverlust für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012/13 (Ende September) hatte das Unternehmen Pläne für eine am Markt bereits erwartete Kapitalerhöhung bestätigt.

Diese belaste den Aktienkurs weiter, sagte ein Händler am Morgen. Analysten und Händler zeigten sich auch vom Preis für das verkaufte Stahlwerk im US-Bundesstaat Alabama enttäuscht - die erzielten 1,55 Milliarden US-Dollar (1,14 Mrd Euro) lägen am unteren Ende der Erwartungen. Zudem sahen Börsianer die überraschende Rücknahme einiger Unternehmensteile aus der ehemaligen Edelstahlsparte wegen EU-Auflagen negativ - der Essener Stahlkonzern hatte die Sparte im Zuge des Konzernumbaus an den finnischen Rivalen Outokumpu abgegeben.