Dax steigt auf Jahreshoch

Der Dax ist am Dienstag auf den höchsten Stand des Jahres geklettert. In der Spitze ging es bis auf 10 538 Punkte nach oben. Wieder einmal trage die Geldpolitik die Kurse, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets.

Dax steigt auf Jahreshoch
Fredrik Von Erichsen Dax steigt auf Jahreshoch

So brachte das Ratsmitglied der britischen Notenbank, Ian McCafferty, weitere Maßnahmen zur Eindämmung negativer Folgen des Brexit-Votums ins Spiel. Schon seit Jahren treibt die Geldflut der Notenbanken die Märkte.

Am Nachmittag lag der deutsche Leitindex noch 0,87 Prozent im Plus bei 10 523,43 Punkten. Den bisher höchsten Stand hatte das Börsenbarometer direkt zu Jahresbeginn erreicht, bevor Sorgen um die Weltwirtschaft es im Februar bis auf rund 8700 Punkten hatten einknicken lassen. Auch das Brexit-Votum der Briten, das Ende Juni für Turbulenzen gesorgt hatte, scheint mittlerweile abgehakt. Vom Allzeithoch bei gut 12 390 Punkten aus dem Jahr 2015 ist der Dax aber noch ein gutes Stück entfernt.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax gewann am Dienstag 0,59 Prozent auf 21 408,25 Zähler und für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,69 Prozent auf 1715,95 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um rund ein halbes Prozent.

Für gute Laune bei ihren Aktionären sorgte die Munich Re mit ihren Geschäftszahlen für das zweite Quartal. Der weltgrößte Rückversicherer federte die Kosten für hohe Katastrophenschäden mit dem Verkauf von Tafelsilber ab und verdiente unter dem Strich deutlich mehr als erwartet. Die Papiere verteuerten sich an der Dax-Spitze um 3,44 Prozent.

Lufthansa-Aktien gewannen knapp 3 Prozent. Händler werteten den Kauf des restlichen Anteils am Express-Versand Time Matters durch die Frachtsparte des Luftfahrtkonzerns positiv. Ein stärkerer Ticketabsatz bei Eurowings und den Auslandstöchtern bescherte der Fluggesellschaft zudem im Ferienmonat Juli mehr Fluggäste.

Gute Absatzzahlen aus China verliehen den Anteilen von Autobauern Rückenwind. Das Land ist einer der wichtigsten Märkte für Daimler, Volkswagen und BMW. Die Aktien verteuerten sich zwischen 1 und 1,5 Prozent.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,21 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 144,18 Punkte. Der Bund-Future war mit minus 0,03 Prozent auf 167,03 Zähler ebenfalls kaum verändert. Auch beim Kurs des Euro hielt sich die Bewegung unter dem Strich in Grenzen: Die Gemeinschaftswährung notierte bei 1,1080 US-Dollar. Der Dollar kostete damit 0,9025 Euro. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs tags zuvor auf 1,1087 US-Dollar festgesetzt; der Dollar hatte damit 0,9020 Euro gekostet.