Dax steigt zum «Hexensabbat»

Der Dax hat sein Wochenplus zum «Hexensabbat» am Freitag weiter ausgebaut. Am großen Verfallstag an den Terminbörsen, an dem es auch ohne wesentliche Nachrichten zu stärkeren Kursschwankungen kommen kann, stieg der deutsche Leitindex um 0,48 Prozent auf 9381 Punkte.

Nach zwei Verlustwochen in Folge bedeutete das auf Wochensicht ein Plus von bisher mehr als vier Prozent. Für den MDax ging es am Freitag um 0,33 Prozent auf 16 353 Punkte nach oben, während der TecDax um 0,23 Prozent auf 1154 Punkte fiel. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stand 0,17 Prozent höher.

Nach den Rückschlägen in den vergangenen beiden Wochen sehe es nun doch noch nach einer Jahresendrally aus, sagte ein Börsianer. Die Geldpolitik der US-Notenbank Fed stütze die Märkte weiterhin. Hinzu komme der erneute Anstieg des Verbrauchervertrauens in Deutschland. Das GfK-Konsumklima signalisiert für Januar einen Wert von 7,6 Punkten. Damit erreichte der Konjunkturindikator den höchsten Wert seit August 2007.

Titel der Deutschen Börse knüpften an der Dax-Spitze mit einem Plus von 2,10 Prozent an ihre Kursrally seit Wochenbeginn an. Die Vorzugsaktien von Volkswagen stiegen zum ersten Mal in ihrer Geschichte auf 200 Euro.

Im Index der mittelgroßen Werte setzten sich die Titel von Rhön-Klinikum an die Spitze. Die Aktionäre B. Braun und Asklepios hatten zuvor ihre Blockade gegen die Übernahme der meisten Rhön-Kliniken durch den Medizinkonzern Fresenius aufgegeben. Die Rhön-Klinikum-Papiere zogen um 6 Prozent an. Für die Anteilsscheine von Fresenius ging es um 0,23 Prozent nach oben.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,52 Prozent am Vortag auf 1,54 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,21 Prozent auf 132,62 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,18 Prozent auf 139,61 Punkte. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3655 (Donnerstag: 1,3667) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7323 (0,7317) Euro.