Dax steuert auf magere Bilanz für 2014 zu

Auch am Mittag des letzten Handelstags 2014 hat sich der deutsche Aktienmarkt schwach gezeigt.

Händler machten dafür ungünstige Vorgaben aus Übersee verantwortlich. So hatte sich an der Wall Street wie auch an den meisten asiatischen Börsen die Stimmung kurz vor Silvester eingetrübt. Belastung kam zudem von der politisch unsicheren Lage in Griechenland und vom erneut fallenden Ölpreis.

Der Dax verlor zuletzt 0,73 Prozent auf 9854,73 Punkte. Damit deutet sich auf Jahressicht ein vergleichsweise mageres Plus von 3,3 Prozent an. Das Jahr 2013 hatte der deutsche Leitindex immerhin mit einem Gewinn von mehr als 25 Prozent abgeschlossen. Die Frankfurter Börse wird den regulären Handel am Dienstag bereits um 14 Uhr beenden.

Der MDax sank am Dienstag um 0,33 Prozent auf 16 973,50 Zähler und der TecDax büßte 0,22 Prozent auf 1366,68 Punkte ein. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gab um 0,76 Prozent nach.

BASF-Aktien gehörten mit einem Verlust von knapp 1 Prozent zu den schwächsten Dax-Titeln. Der Chemiekonzern verkauft seinen 15-Prozent-Anteil am Erdgasprojekt South Stream an den Gazprom-Konzern.

Die abgeschwächte Geschäftsbeziehung zum russischen Gas-Riesen sei strategisch negativ für BASF, sagte ein Händler. Immerhin erhielten die Ludwigshafener aber ihr investiertes Kapital zurück - schließlich habe BASF zu einem früheren Zeitpunkt das geplante Engagement an South Stream auf 2 Milliarden Euro beziffert.

Die Papiere von Daimler, BMW und Volkswagen verbilligten sich zwischen 0,60 und 0,70 Prozent. Börsianer verwiesen auf die Warnung des weltgrößten Automobilherstellers Toyota, das diesjährige Absatzziel für den chinesischen Markt zu verfehlen. Es würde ihn nicht wundern, ähnliche Aussagen demnächst auch von BMW und anderen Wettbewerbern zu hören, sagte ein Händler.

Der wahrscheinliche Absturz eines AirAsia-Flugzeugs in Südostasien sorgte wie bereits am Vortag für Druck auf die Aktien der Allianz, die um 0,86 Prozent absackten. Die Allianz ist nach eigenen Angaben wichtigster Rückversicherer der Airbus-Maschine, deren Absturzstelle am Dienstag offenbar gefunden wurde. Die Papiere des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns Airbus sackten um gut 1 Prozent ab.