Dax steuert auf massiven Monatsverlust zu

Überwiegend schwächere asiatische Aktienbörsen sowie US-Zinsängste haben dem Dax einen schlechten Start in die neue Woche beschert.

Der Leitindex verlor am Vormittag 0,75 Prozent auf 10 221,67 Punkte. Sollte sich diese Tendenz bis Handelsende fortsetzen, droht dem deutschen Leitindex für den Monat August ein Verlust von rund 9,5 Prozent. Dies entspräche dem stärksten Monatsrückgang seit vier Jahren.

Der MDax als Index mittelgroßer Werte sank am Montag um 0,15 Prozent auf 19 627,77 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax büßte 0,14 Prozent auf 1693,18 Punkte ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,88 Prozent.

Im Mittelpunkt der Anlegersorgen stehen weiterhin die Börsenturbulenzen und die konjunkturelle Wachstumsschwäche in China. Belastend wirke die Entscheidung der chinesischen Regierung, bis auf weiteres keine Stützungskäufe zur Stabilisierung der Börsen mehr zu tätigen, hieß es im Handel.

Anleger rätseln zudem weiter, wann die US-Notenbank Fed den Leitzins anheben wird. Noch hält sich die Fed die Tür für eine Verschiebung der allgemein für September erwarteten Zinserhöhung offen. Mit Spannung wird daher der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag erwartet, von dem sich Investoren neue Hinweise erhoffen. Höhere Zinsen machen Aktien im Vergleich zu anderen Geldanlagen weniger attraktiv.

RWE-Aktien waren wegen erneuter Dividenden-Sorgen mit einem Kursrückgang von 2,60 Prozent zunächst Schlusslicht im Dax.  Bereits die im vergangenen Jahr ausgezahlte Dividende hatte der Energiekonzern auf 1 Euro je Aktie halbiert.

Bayer-Papiere lagen mit einem Minus von 0,37 Prozent im oberen Dax-Mittelfeld. Verlustmindernd wirkten dabei Pläne für einen raschen Börsengang der Kunststoff-Tochter Covestro.