Dax tritt auf der Stelle

Ermutigende Daten aus den USA und China haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag nur vorübergehend im Plus halten können. Bis zum Mittag drehten die Standardwerte leicht ins Minus. Der Dax stand zuletzt bei 8316 Punkten und damit um 0,02 Prozent tiefer.

Für den MDax ging es um 0,11 Prozent auf 14 666 Punkte abwärts. Nur der TecDax hielt sich mit 0,26 Prozent im Plus bei 1021 Punkten. In Europa sah die Situation ähnlich aus: Der EuroStoxx 50 gab zuletzt 0,07 Prozent ab.

Dass der Markt wie im Halbschlaf vor sich hindämmere, sollte nicht weiter überraschen, kommentierte Händlerin Anita Paluch von Gekko Marktes. Trotz der überraschend guten Industrieproduktionsdaten aus China sei es kein wirklich spannender Handelstag. Die Ferienzeit mache sich auch am Markt bemerkbar.

Hierzulande ebbte zudem an diesem Freitag nach der wahren Zahlenflut im Wochenverlauf der Nachrichtenstrom mit nur wenigen Bilanzen auf der Agenda deutlich ab. So legten nur zwei Unternehmen aus dem MDax Zahlen vor. Um knapp sieben Prozent stiegen die Aktien von ElringKlinger. Der Zulieferer hat der Autoflaute in Europa im zweiten Quartal getrotzt und bei Umsatz und Gewinn überraschend stark zugelegt.

Bei Rheinmetall zogen hohe Kosten für den Unternehmensumbau und ein schwaches Rüstungsgeschäft den Autozulieferer und Rüstungskonzern im ersten Halbjahr in die roten Zahlen. Wegen der Flaute in der Rüstungssparte hatte Rheinmetall erst kürzlich seine Jahresprognose zusammengestrichen. Die Aktien arbeiteten sich nun um 5,60 Prozent vor.

Aus dem TecDax meldete sich Euromicron mit Quartalszahlen. Diese seien durchweg etwas besser als erwartet ausgefallen, sagte ein Händler. Er hob vor allem den starken Auftragseingang positiv hervor. Der Telekomzulieferer bestätigte seine Prognosen.