Dax tritt auf der Stelle vor Sondertreffen

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich vor dem Sondertreffen der Eurogruppe zu Griechenland zunächst zurückgehalten.

Der Dax trat am Morgen mit plus 0,03 Prozent bei 10 757,46 Punkten auf der Stelle.

Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis muss am späten Mittwochnachmittag seinen Kollegen der Eurogruppe Rede und Antwort stehen. Dabei geht es um ein Konzept für die Bewältigung der schweren Schuldenkrise und den Verbleib in der Eurozone.

«Die Schlagzeilen dieser Zusammenkunft werden auch die Kursentwicklung der Märkte bestimmen», erklärte Marktstratege Stan Shamu vom Londoner Broker IG. Die neue griechische Regierung lehnt bisher eine Fortsetzung der Spar- und Reformpolitik ab.

In einem Medienbericht hieß es erneut, die EU-Kommission wolle Griechenland sechs Monate Zeit für eine Einigung mit den Gläubigern geben. Dieser Kompromissvorschlag solle bei dem Treffen am Mittwoch auf den Tisch gelegt werden, wie die Nachrichtenagentur Market News International unter Berufung auf einen hochrangigen Kommissionsvertreter berichtet hatte. Allerdings hatte eine Sprecherin der Kommission schon am Montag dementiert, die Brüsseler Behörde wolle einen eigenen Plan vorlegen.

Mit dem geplanten Ukraine-Krisengipfel in Minsk steht am Mittwoch ein weiterer Hochkaräter auf dem Tagesprogramm. Ein Händler stufte die Börsen am Morgen angesichts der noch bestehenden Unsicherheitsfaktoren als «viel zu ruhig» ein.

Der MDax der mittelgroßen Konzerne trat mit plus 0,07 Prozent auf 18 922,04 Punkte auf der Stelle. Der Technologiewerte-Index TecDax verbesserte sich um 0,30 Prozent auf 1504,19 Punkte. Der Eurostoxx-50-Index als Leitindex der Eurozone tendierte derweil 0,15 Prozent leichter.

Zu den Einzelwerten: Die Quartalsbilanz von Carl Zeiss Meditec trieb die Aktien des Medizintechnik-Konzerns mit plus 1,57 Prozent an die TecDax-Spitze. Sie waren damit vorbörslich bester Wert im TecDax.

Ein erfolgreiches Jahr sorgte bei den Aktien des Roboter- und Anlagenbauers Kuka sogar für ein Plus von 5,46 Prozent auf ein neues Rekordhoch: Die Augsburger haben die eigenen Erwartungen übertroffen und beim Auftragseingang erstmals die 2-Milliarden-Marke geknackt.

Am MDax-Ende standen die Anteile des Autozulieferers Norma, die nach einer Abstufung durch die französische Investmentbank Exane um 4,16 Prozent abrutschten.