Dax tritt nach Jahreshoch auf der Stelle

Die Anleger bleiben nach der jüngsten Rally des Dax vorsichtig. Das Börsenbarometer fand am Donnerstagvormittag keine feste Richtung und stand 0,14 Prozent im Plus bei 10 665,84 Punkten.

Dax tritt nach Jahreshoch auf der Stelle
Fredrik Von Erichsen Dax tritt nach Jahreshoch auf der Stelle

Tags zuvor hatte der deutsche Leitindex im frühen Handel bei 10 708 Punkten noch ein Jahreshoch markiert, bevor ihm die Luft ausging.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax trat am Donnerstag mit plus 0,05 Prozent auf 21 640,98 Zähler nahezu auf Stelle, während es für den Technologiewerte-Index TecDax um 0,09 Prozent auf 1726,91 Punkte nach unten ging. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kam kaum vom Fleck.

Vor allem die von den globalen Notenbanken signalisierten weiteren geldpolitischen Lockerungen haben laut dem Analysten Clemens Bundschuh von der Landesbank Baden-Württemberg die Kurse seit dem Brexit-Votum der Briten angetrieben. Allerdings dürfte nach den jüngsten Kurssprüngen die Luft in den umsatzarmen und saisonal schwächeren Sommermonaten dünner werden. Langsam werde die Zeit reif für eine Gegenbewegung.

Auf der Unternehmensseite lieferte die Berichtssaison abermals Licht und Schatten. Die Aktien von Thyssenkrupp fielen als Dax-Schlusslicht um 1,18 Prozent. Ein Händler sprach von durchwachsenen Resultaten für das abgelaufene Quartal.

Im Index der mittelgroßen Werte MDax knickten die Papiere des Dünger- und Salzproduzenten K+S um fast 5 Prozent ein. Das Unternehmen rechnet wegen Produktionsausfällen mit starkem Umsatz- und Ergebnisschwund. Zudem verzögert sich der Produktionsstart in der K+S-Mine in Kanada.

Die Aktien des Solartechnikherstellers SMA Solar weiteten ihre jüngsten Kursverluste aus und rutschten um knapp 7 Prozent ab. Das Unternehmen will seine Kosten mit der Schließung einer Fabrik in den USA senken. Allerdings hatten bereits jüngst Sorgen um das US-Geschäft belastet.

RWE-Aktien drehten nach einem sehr schwachen Start auf plus 0,33 Prozent. Zwar wurde der Versorger im ersten Halbjahr von einem schwachen Energie-Handelsgeschäfts ausgebremst, die Talfahrt seiner Großkraftwerke konnte der Konzern vorerst aber stoppen.

Grund zur Freude hatten aber vor allem die Aktionäre von Henkel. Die Anteilscheine verteuerten sich an der Dax-Spitze um fast 4 Prozent, nachdem sich der Konsumgüterkonzern optimistischer zu den Gewinnmargen geäußert hatte.