Dax trotzt schwachen US-Konjunkturdaten

Der Dax hat am Freitag schwachen US-Konjunkturdaten getrotzt und nahezu unverändert geschlossen.

Seine Verluste als Reaktion auf einen enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht schüttelte der Leitindex rasch ab und zum Handelsende stand nur noch ein hauchdünnes Minus von 0,05 Prozent auf 8406,94 Punkten auf der Kurstafel. Auf Wochensicht fällt die Bilanz mit plus 1,97 Prozent positiv aus. Der MDax stieg am Freitag um 0,23 Prozent auf 14 606,11 Punkte, während der TecDax um 0,16 Prozent auf 1002,76 Punkte nachgab.

Die US-Wirtschaft hatte im Juli mit 162 000 Stellen deutlich weniger Arbeitsplätze geschaffen als von Ökonomen vorhergesagt. Hinzu kamen schwächer als erwartet gestiegene Auftragseingänge der amerikanischen Industrie. Die Spekulationen, die Fed könnte schon bald ihr Anleihekaufprogramm zurückfahren, dürften nun wieder abebben, hieß es von den Experten der Helaba.

Auf Unternehmensseite ging es vor dem Wochenende deutlich ruhiger zu als in den vergangenen Tagen. Die Allianz-Aktien zählten mit plus 0,84 Prozent zu den gefragtesten Werten im Dax. Europas größter Versicherer blickt nach dem zweiten Quartal etwas optimistischer auf das Gesamtjahr. Die Lufthansa schrieb derweil wegen hoher Sanierungskosten im ersten Halbjahr unter dem Strich rote Zahlen. Daraufhin sackten die Papiere der Fluggesellschaft als klares Schlusslicht im Dax um 5,02 Prozent ab.

Im MDax legten Fuchs Petrolub um 4,55 Prozent zu. Gut laufende Geschäfte vor allem in Deutschland und China hatten dem Schmierstoff-Hersteller im zweiten Quartal einen Gewinnsprung beschert. Nur die Aktien des Lackieranlagenbauers Dürr und des Fernsehsenders ProSiebenSat.1 standen nach positiven Analystenkommentaren mit plus 5,18 beziehungsweise 4,82 Prozent noch höher im MDax. Die Anteilscheine von Bauer rutschten im SDax nach einer Gewinnwarnung um knapp 9 Prozent ab. Das Unternehmen begründete die gesenkten Prognosen unter anderem mit Verzögerungen bei großen Bauprojekten.

Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 rückte zum Handelsschluss um 0,08 Prozent auf 2811,00 Punkte vor. Auch der Cac 40 in Paris verbuchte ein kleines Plus. In London gab hingegen der «Footsie» um 0,51 Prozent nach. Am US-Aktienmarkt tendierte der Dow Jones zum europäischen Börsenschluss leicht im Minus.

Am Rentenmarkt stieg Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,32 Prozent am Vortag auf 1,42 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,50 Prozentpunkte auf 133,42 Punkte. Der Bund Future zog um 0,21 Prozent auf 142,62 Punkte an. Der Kurs des Euro zog nach den US-Arbeitsmarktdaten kräftig an. Zuletzt stieg die Gemeinschaftswährung auf 1,3266 US-Dollar. Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zuvor auf 1,3203 (Donnerstag: 1,3236) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7574 (0,7555) Euro.