Dax und MDax erklimmen neuen Höhen

Am deutschen Aktienmarkt herrscht zum Wochenschluss Rekordlaune: Positive Vorgaben der Börsen in Übersee haben Dax und MDax gleich zum Handelsauftakt am Freitag neue Höchststände erklimmen lassen.

Dax und MDax erklimmen neuen Höhen
Fredrik Von Erichsen Dax und MDax erklimmen neuen Höhen

Der Dax stieg bis auf 12 250 Punkte und notierte zuletzt 0,56 Prozent höher bei 12 234,43 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Konzerne rückte um 0,54 Prozent auf 21 482,43 Zähler vor.

Der deutsche Aktienmarkt befindet sich seit Jahresanfang auf einem Höhenflug. Hintergrund ist das Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) für Staatsanleihen, das jeden Monat bis zu 60 Milliarden Euro in die Märkte spült - einen guten Teil davon legen Investoren in Aktien an. Zuletzt hatte der Dax Mitte März einen neuen Höchststand erreicht, danach war zunächst etwas Ruhe eingekehrt.

Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es am Freitag um 0,95 Prozent auf 1663,47 Punkte nach oben. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gewann 0,27 Prozent und liegt damit auf dem höchsten Stand seit fast sieben Jahren.

Schwung erhielten die hiesigen Aktien aktuell von der Wall Street, die zu Beginn der Berichtssaison der US-Unternehmen mit Gewinnen geschlossen hatte. Auch in Asien war das Bild nach der fortgesetzten Rally der chinesischen Börsen positiv. Der Nikkei in Tokio übersprang erstmals seit 15 Jahren wieder die Marke von 20 000 Punkten, schloss dann aber leicht im Minus.

Aktien der Deutschen Bank zeigten sich wenig beeindruckt davon, dass das Geldhaus möglicherweise eine Großbaustelle abhaken kann: Laut Medienberichten steht die Deutsche Bank in den USA und Großbritannien kurz vor der Beilegung des Ermittlungsverfahrens wegen des Vorwurfs der Zinsmanipulation. Demnach müsste das Institut umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro zahlen. Ein Händler sagte, mit dem Ende des Verfahrens würde das seit Jahren über der Bank hängende Damokles-Schwert endlich verschwinden. Die Aktie lag zuletzt ein halbes Prozent im Plus.

Südzucker-Papiere brachen um mehr als 13 Prozent ein. Europas größter Zuckerkonzern stellt sich nach einem äußerst schwierigen Jahr auf weiteren Gegenwind ein mit sinkendem Umsatz und Gewinn. Grund für den Pessimismus ist die anhaltende Talfahrt am Zucker- und Ethanolmarkt. Die sinkenden Preise hatten Südzucker bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 stark belastet.