Dax und MDax legen weiter zu

Die beiden wichtigsten deutschen Aktienindizes haben am Donnerstag weiter zugelegt. Der Leitindex Dax ging um 0,40 Prozent höher bei 11 257,15 Punkten aus dem Handel und schloss den dritten Tag in Folge im Plus.

Der MDax mittelgroßer Werte stieg um 0,09 Prozent auf 20 564,65 Zähler. Der Technologie-Index TecDax verlor dagegen 0,45 Prozent auf 1761,52 Punkte.

«Die Kursbeben, die Nachrichten rund um das Thema Griechenland auslösen, werden zusehends schwächer», sagte Aktienhändler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. Die Marktteilnehmer schauten wieder auf das große Ganze: Themen wie die künftige Geldmarkt-Politik der US-Notenbank Fed und Unternehmenszahlen, aber auch die Lage in China seien inzwischen bestimmender.

Tagesgewinner im Dax war die Deutsche Bank, die ihre Anleger im zweiten Quartal mit weiteren Fortschritten im laufenden Geschäft überzeugte - ihre Papiere gewannen schließlich 5,25 Prozent auf 31,85 Euro. Die größte positive Überraschung sei die starke Entwicklung des Geschäfts mit Anleihen, Währungen, Rohstoffen und Aktien gewesen, sagte Philipp Häßler vom Investmenthaus Equinet.

Auch der Elektrokonzern Siemens schlug sich im vergangenen Quartal besser, als viele Experten zuvor erwartet hatten: Die Aktie der Münchner legte ebenfalls deutlich um 3,84 Prozent zu.

Beim Medizinkonzern Fresenius honorierte die Börse zunächst die im Quartalsbericht gezeigte gute Entwicklung und einen verbesserten Ausblick. Die Aktie konnte ihren Rekordkurs aber nicht halten und ging mit einem Minus von 0,58 Prozent aus dem Handel. Enttäuschende Zahlen der Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care (FMC) straften die Anleger mit einem Kursverlust von 3,99 Prozent ab.

Der Lufthansa brachten billiges Kerosin und die Streikpause der Gewerkschaften überraschend viel Rückenwind. Im ersten Halbjahr konnte Europas größte Fluggesellschaft ihren operativen Gewinn daher mehr als verdoppeln. Die Aktie rutschte dennoch um 2,84 Prozent auf 12,30 Euro ab.

Die Aktien des Chip-Herstellers Infineon schlossen dagegen nach schwächerem Start wegen der Zahlenvorlage um 0,34 Prozent höher. Im MDax verloren die Papiere des Fernsehkonzerns ProSiebenSat.1 nach der Zahlenvorlage unterdessen 1,71 Prozent an Wert.

Die europäischen Börsen erholten sich weiter. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,23 Prozent auf 3583,79 Punkte und stieg damit den dritten Tag in Folge. Der Pariser Cac 40 und auch der Londoner FTSE-100-Index schlossen höher. In New York stand der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa hingegen etwas im Minus.

Am deutschen Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,52 (Vortag: 0,53) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 139,07 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,37 Prozent auf 154,35 Zähler. Den Referenzkurs des Euro setzte die Europäische Zentralbank auf 1,0955 (1,1030) US-Dollar fest. Der Dollar kostete 0,9128 (0,9066) Euro. Zuletzt bröckelte die Gemeinschaftswährung auf 1,090 Dollar ab.