Dax unterbricht Rekordjagd

Enttäuschende Konjunkturnachrichten aus China haben den Dax am ersten Handelstag des neuen Jahres belastet.

Der Leitindex sank gegen Donnerstagmittag um 0,63 Prozent auf 9492 Punkte. Im frühen Handel hatte das Börsenbarometer noch erstmals die Marke von 9600 Punkten übersprungen und mit 9620 Punkten einen neuen Bestwert erreicht.

Auch der MDax hatte am Donnerstag einen weiteren Höchststand markiert, gab zuletzt aber um 0,29 Prozent auf 16 527 Punkte nach. Der TecDax jedoch kletterte um 0,38 Prozent auf 1171 Punkte. Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 sank um 0,83 Prozent.

Etwas auf die Stimmung gedrückt haben Börsianern zufolge enttäuschende Meldungen aus China. Die Wirtschaft des riesigen Landes bleibt weiter anfällig für Rückschläge: Der von der britischen Großbank HSBC ermittelte Stimmungsindikator der Einkaufsmanager in der Industrie rutschte im Dezember von 50,8 Punkte im Vormonat auf 50,5 Zähler. Die Abschwächung werfe einen Schatten auf die Nachfrage, schrieb Händlerin Anita Paluch von der Varengold Bank.

2013 hatte der Dax noch einen Gewinn von 25,5 Prozent verzeichnet. Für das neue Jahr nun trauen viele Aktienstrategen dem Leitindex den Sprung über die Hürde von 10 000 Punkten zu. Als Triebfeder für das Börsenbarometer sehen die Experten vor allem die Gewinne der Unternehmen.

Zu den schwächsten Werten im Leitindex zählten mit Lanxess, K+S und RWE die größten Dax-Verlierer des alten Jahres. So fielen die Titel des Versorgers RWE um 1,43 Prozent. Unternehmenschef Peter Terium will sich laut einem Pressebericht auf der Hauptversammlung im April erneut grünes Licht für eine mögliche Kapitalerhöhung geben lassen.

Die Aktien von Munich Re büßten 1,69 Prozent ein. Ein Bericht des Branchenspezialisten Marsh & McLennan über einen Rückgang der Rückversicherungsprämien für Sachschäden bei Katastrophen belaste die Titel, sagte ein Händler.