Dax verliert weiter und taumelt in Richtung 9000 Punkte

Schwache Vorgaben von den internationalen Börsen sorgen für weitere Verluste im Dax.

Am Mittwoch verlor der deutsche Leitindex im frühen Handel 0,34 Prozent auf 9055,32 Punkte. Damit liegt der Index weiter auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang August und droht unter die symbolisch wichtige Marke von 9000 Punkten zu fallen.

Der MDax lag im Minus mit 0,61 Prozent bei 15 455,68 Punkten und der TecDax sank um 0,96 Prozent auf 1191,52 Punkte. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat dagegen mit einem Mini-Plus von 0,04 Prozent praktisch auf der Stelle.

Zu Wochenbeginn hatten vor allem enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland dem Aktienmarkt den Wind aus den Segeln genommen. Zusätzlich sorgen nun auch wieder die Vorgaben anderer Handelsplätze für Gegenwind: Die US-Börsen erlitten am Vorabend aus Sorgen um die Weltkonjunktur deutliche Verluste. Die Aktienmärkte hätten bereits ein paar schwache Wochen hinter sich - angesichts des scharfen Ausverkaufs an der Wall Street sei das aber noch nicht ausgestanden, kommentierte Marktstratege Craig Erlam vom Broker Alpari UK.

Aktien von SAP waren Dax-Schlusslicht mit einem Minus von annähernd zwei Prozent. Händler sind etwas in Sorge darüber, dass die Jahresziele des größten europäischen Software-Herstellers in Gefahr geraten könnten - schließlich hat Finanzchef Luka Mucic einen Einstellungsstopp bis Jahresende verordnet und pocht auf Kostendisziplin. Analysten zufolge ist das aber bei den Walldorfern in der zweiten Jahreshälfte nichts Ungewöhnliches.

Besonders schwach präsentierten sich unter den Einzelwerten die Aktien von Gerresheimer aus dem MDax. Sie verloren mehr als 3 Prozent, weil der Verpackungsspezialist seine Jahresprognose nach einem Wachstumsdämpfer im dritten Quartal etwas eindampfte.