Dax verteidigt 10 000 Punkte

Nach seinem Sprung über die Marke von 10 000 Punkten hat der Dax am Donnerstag seine Gewinne verteidigt. Leichten Rückenwind gaben die festen Überseebörsen und der fallende Euro, der Exporte für deutsche Firmen erleichtert.

Dax verteidigt 10 000 Punkte
Fredrik Von Erichsen Dax verteidigt 10 000 Punkte

Der deutsche Leitindex stand im frühen Handel zuletzt mit 0,14 Prozent im Plus bei 10 039,72 Punkten. Am Vortag hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer vor allem dank guter Konjunkturdaten aus China knapp 3 Prozent hinzugewonnen und war erstmals seit Ende März wieder über die viel beachtete Schwelle von 10 000 Punkten gestiegen.

Ähnlich starke Impulse wie am Vortag fehlten zwar am Morgen, doch eine Stütze für die hiesigen Aktienmärkte boten vor allem die deutlichen Kursgewinne in Tokio. Zudem hatte an der Wall Street der Leitindex Dow Jones Industrial am Vorabend auf dem höchsten Stand seit November geschlossen. Der Euro rutschte zuletzt deutlicher unter 1,13 Dollar ab.

Die anderen Indizes konnten ihre Vortagesgewinne nicht halten: Der Mittelwerteindex MDax verlor zuletzt 0,31 Prozent auf 20 470,09 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax gab um 0,32 Prozent auf 1661,13 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verbuchte ein Minus von 0,17 Prozent auf 3034,02 Punkte.  

Im Dax konnten die Banken-Papiere nur anfänglich an ihre enormen Kursgewinne vom Vortag anknüpfen. Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank gaben zuletzt um jeweils rund 1 Prozent nach.  

Zu ihrem 50-jährigen Börsenjubiläum legten die Aktien der Lufthansa um 0,82 Prozent auf 14,11 Euro zu. Zu ihrem Debüt an acht deutschen Wertpapierbörsen am 14. April 1966 habe der amtliche Börsenkurs bei 2,92 D-Mark gelegen, teilte die Lufthansa mit. Der Staat hatte einen Teil seiner Anteile an die Börse gebracht, aber erst 1997 ging das Unternehmen komplett in private Hände über.

Im MDax standen die Anteilsscheine des Index-Neulings Steinhoff, der Muttergesellschaft der Poco-Möbelhäuser, wegen der Ausgabe einer Wandelanleihe mit mehr als zweieinhalb Prozent unter Druck. Springer-Anteile fielen um 2,60 Prozent, nachdem der Medienkonzern 1,80 Euro je Aktie an seine Anteilseigner ausgeschüttet hatte.