Dax vor US-Arbeitsmarktdaten moderat im Minus

Vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag moderat nachgegeben.

Uneinheitliche Vorgaben der Übersee-Börsen gaben keine eindeutigen Impulse. Auch gute Daten zur deutschen Industrieproduktion halfen nicht. Gegen Mittag notierte der schon vortags schwache Dax 0,25 Prozent tiefer bei 8079 Punkten.

Auf Wochensicht steht für den Leitindex aktuell ein Minus von mehr als drei Prozent zu Buche. Der MDax fiel zuletzt um 0,27 Prozent auf 13 669 Punkte, während der TecDax 0,46 Prozent auf 943 Punkte abgab. Der EuroStoxx 50 stand prozentual unverändert bei 2676 Punkten.

Händlerin Anita Paluch von Gekko Markets erinnerte daran, dass die Beschäftigungsentwicklung in der weltgrößten Volkswirtschaft einige Hinweise auf die künftigen Anleihekäufe der US-Notenbank Fed liefern dürfte.

Diese hat ein Ende ihrer Politik des billigen Geldes von einer Konjunkturerholung und insbesondere der Entwicklung am Arbeitsmarkt abhängig gemacht. Seit Monaten profitieren die Aktienmärkte von den niedrigen Zinsen, die viele andere Anlagen unrentabel machen.

Mangels Unternehmensnachrichten bewegten bei Einzelwerten vor allem Analystenkommentare. Eine Hochstufung verhalf den Aktien der Deutschen Telekom zu einem Kursplus von einem Prozent.

Damit nahmen sie den Spitzenplatz im Dax ein. Im MDax eroberten die Gagfah-Papiere mit plus 2,47 Prozent die Pole-Position, nachdem die US-Bank JPMorgan ihr Votum sowie das Kursziel für die Titel des Immobilienkonzerns angehoben hatte. Dagegen belastete eine negative Sektorstudie die Chemiewerte Lanxess und BASF, die 2,89 beziehungsweise 1,01 Prozent verloren.