Dax wartet auf Fed-Entscheid Neues Rekordhoch

Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch vor den mit Spannung erwarteten geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank ein neues Rekordhoch markiert.

Zunächst waren die Kursausschläge in den wichtigsten Indizes verhalten ausgefallen, bis der deutsche Leitindex am Vormittag über sein am Montag erreichtes Rekordhoch sprang und eine neue Bestmarke bei 8645,39 Punkten setzte. Zuletzt stand der Dax 0,32 Prozent höher bei 8624 Punkten. Der MDax legte um 0,18 Prozent auf 14 951 Punkte zu, während der TecDax 0,10 Prozent höher notierte bei 1072 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,45 Prozent auf 2904 Punkte.

Bereits seit mehreren Tagen stehen die Indizes unter dem Eindruck der Fed-Sitzung - und reagieren selbst auf überraschend gute oder schwache Konjunkturdaten nur begrenzt. Vor den Entscheidungen der US-Notenbank gehe niemand größere Risiken ein, hieß es am Markt.

Die Ergebnisse des Offenmarktausschusses der Fed seien ohne Zweifel die am meisten erwartete Zentralbankentscheidung des Jahres, kommentierte Händler Jordan Hiscott vom Broker Gekko Markets. Er freue sich auf ein Ende der Spekulationen zur Drosselung der US-Geldpolitik. Seiner Ansicht nach überlagerten die Mutmaßungen um Zeitpunkt und Ausmaß der Straffung zuletzt die fundamentalen Faktoren.

Auf Unternehmensseite fielen im Dax die Titel von Lanxess mit Verlusten von rund zweieinhalb Prozent ins Auge. Damit gehörten sie nach dem vorgezogenen Sparprogramm des Chemiekonzerns zu den schwächsten Werten im Leitindex. Das Unternehmen will den Großteil des geplanten Stellenabbaus im kommenden Jahr durchziehen. Wie ein Händler hervorhob, könnten die zunächst erwarteten Sonderkosten für den Abbau von weltweit rund 1000 Stellen negativ bewertet werden. Ein Analyst kommentierte, das Marktumfeld für Lanxess habe sich offenbar nicht verbessert, was ebenfalls auf den Kurs drücken könnte.

Aktien der Lufthansa fielen um 0,72 Prozent, nachdem die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM mitgeteilt hatte, im französischen Teil des Geschäfts rund 2800 weitere Stellen streichen zu wollen und in diesem Jahr voraussichtlich nicht die Gewinnzone zu erreichen. In einer ersten Reaktion hatten sie um etwa ein Prozent nachgegeben.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,57 Prozent am Vortag auf 1,59 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,12 Prozent Prozent auf 132,55 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,28 Prozent auf 137,67 Punkte. Der Kurs des Euro fiel leicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3352 (Dienstag: 1,3356) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7490 (0,7487) Euro.