Dax weiter im Minus

Die internationalen Krisen und die Sorge vor einem scharfen Konjunkturabschwung haben den Dax unter 9000 Punkte fallen lassen. Das war das erste Mal seit zwei Monaten, dass der deutsche Leitindex unter die psychologisch wichtige Marke gesunken ist.

Im Handelsverlauf fiel das wichtigste deutsche Börsenbarometer bis auf ein Tagestief von 8986,23 Punkten. Zuletzt stand er bei 9011 Punkten und damit 0,82 Prozent im Minus.

Der MDax verlor 1,22 Prozent bei 15 361 Punkten. Der TecDax rutschte um 1,70 Prozent auf 1183 Punkte ab. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone konnte sich mit minus 0,60 Prozent der schlechteren Stimmung ebenfalls nicht entziehen.

Aktien von SAP waren Dax-Schlusslicht mit einem Minus von mehr als 4 Prozent. Händler sind in Sorge darüber, dass die Jahresziele des größten europäischen Softwareherstellers in Gefahr geraten könnten - schließlich hat Finanzchef Luka Mucic einen Einstellungsstopp bis Jahresende verordnet und pocht auf Kostendisziplin. Analysten zufolge ist das aber bei den Walldorfern in der zweiten Jahreshälfte nichts Ungewöhnliches.

Für Lufthansa-Aktionäre gab es erneut wenig Grund zur Freude: Nach dem kräftigen Rutsch am Vortag um mehr als 5 Prozent wegen Sorgen um einen Ebola-Fall in Spanien verloren die Papiere am Mittwoch weitere 2 Prozent. Ursächlich waren Händlern zufolge am Mittwoch Sorgen der Anleger über schlechtere Konjunkturaussichten, die bei den Airlines besonders schwer zum Tragen kommen.

Schwach präsentierten sich unter den Einzelwerten auch die Aktien von Gerresheimer aus dem MDax. Sie verloren fast 4 Prozent, weil der Verpackungsspezialist seine Jahresprognose nach einem Wachstumsdämpfer im dritten Quartal etwas eindampfte.